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#67 Vera Brühne – Die “Lebedame”

Shownotes

“Ich bin doch bitte unschuldig!”

Vera Brühne wurde für den Mord an dem Arzt Otto Praun und seiner Geliebten Elfriede Kloo verurteilt und saß 18 Jahre lang in Haft. Praun und Kloo wurden am 19. April 1960 in Prauns Villa tot aufgefunden. Die Polizisten machten zahlreiche Ermittlungsfehler und gingen so erst von einem Mord-Selbstmord Prauns an Kloo aus und übersahen und ignorierten wichtige Spuren am Tatort. Erst einige Wochen später, nachdem die Leichen bereits ohne Obduktion beerdigt wurden, veranlasste der Sohn Prauns eine genauere Untersuchung und Obduktion. Bei dieser wurde schnell klar, dass es sich nicht um einen Selbstmord handelte und die Ermittlungen wurden aufgenommen. Vera Brühne tauchte in Otto Prauns Testament auf und sollte ein teures Grundstück des übermäßig wohlhabenden Arztes übernehmen. Mehrere eventuell manipulierte Beweismittel, welche von Prauns Sohn bereitgestellt wurden und ein fehlendes Alibi belasteten Brühne und ihren Bekannten Johann Ferbach und führten so zu deren Verhaftung. Die Öffentlichkeit und Medienwelt reagierte ausgelassen auf die brisante Geschichte, da Brühne aufgrund ihres Lebensstils vorgeworfen wurde eine “Lebedame” zu sein, die reiche Männer ausnimmt. Anhand von fragwürdigen Zeugenaussagen, unter anderem von Brühnes eigener Tochter und den eventuell manipulierten Beweismitteln, verurteilten die Richter Brühne und Ferbach zu lebenslangen Haftstrafen. Ob Brühne wirklich schuldig war und welche Verschwörungstheorien zu dem Fall entstanden sind, darüber reden wir in dieser Folge.

[Triggerwarnung: In dieser Folge wird die Ausübung von Gewalt explizit geschildert.]

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Transkript anzeigen

00:00:01: Hallo.

00:00:18: Die Claudia macht Ding.

00:00:19: Sie macht noch Yoga.

00:00:20: Okay, hier boom.

00:00:21: Aha, die Karapschauende Cobra.

00:00:23: Den jetzt, okay, in die Luft.

00:00:25: Die Karapschauende Mietse mache ich.

00:00:29: Geht's dir gut?

00:00:30: Ja.

00:00:31: wieder so typisch.

00:00:32: Wir waren noch gerade jetzt hier Mittagessen und Glückskeks.

00:00:34: Und eigentlich steht ja in Glückskeks immer was sehr Positives drinne.

00:00:37: Für

00:00:37: alle eigentlich.

00:00:38: Also hier waren alles

00:00:39: mögliche

00:00:39: von Millionen Dollar Gewinnen über beste Zukunft.

00:00:41: Bei mir steht irgendwie immer was drin, wo man denkt so, ja.

00:00:46: Nein, was steht drin?

00:00:46: Man möchte dieses Mal, ich weiß nicht, erinnerst du dich noch an die letzten Mal, ne?

00:00:49: Da ist nie irgendwie bei mir was, wo man denkt so, yeah.

00:00:52: Ich habe sogar Mainz gegeben letztes Mal.

00:00:54: Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kann man was Schönes bauen.

00:01:01: Es ist irgendwie so immer mit angezogene Handbremse meine Glücks-Kekse.

00:01:04: Ja,

00:01:05: das heißt, die Glücks-Kekse akzeptieren, dass bei dir gerade nicht läuft so, aber sie wollen

00:01:09: den Mut machen für die Zukunft.

00:01:10: Nicht aufgeben.

00:01:11: Nicht aufgeben.

00:01:12: Das

00:01:13: ist doch echt frustrierend.

00:01:15: Nee.

00:01:16: Wieso kann da nicht mal was richtig Geiles sein?

00:01:17: Sie

00:01:17: gewinnen eine Million.

00:01:19: Ey, ich hab letztes Mal Lotto gespielt, als dieser Jackpot so fett war.

00:01:21: Ich mach das eigentlich selten.

00:01:23: Aber dann irgendwie so, mein Bruder war da und dann haben wir ... Und meine Lieblingszahl ist ... ... und Superzahl ... Natürlich nehme ich dann die zwei und die drei, wenn man zwei Zahlen auswählen kann.

00:01:33: Und irgendwie habe ich durcheinander gerutscht und hab zwei und fünf genommen.

00:01:36: Und ich hatte halt echt, ich hatte oben zwei Treffer, hätte dann beide Superzahlen getroffen und sich, das wär ein bisschen Geld gewesen.

00:01:42: Aber... Und ich war mir schon sicher, ich so, yeah!

00:01:44: Wuhu!

00:01:44: Dann schau ich so, zwei, fünf, was?

00:01:46: So, nooo!

00:01:47: Nein.

00:01:49: Ja, deshalb bist du weiterhin hier.

00:01:51: Aber auch kein Glück, deswegen häng ich hier weiter mit dir ab.

00:01:54: Nein, was ja gut ist, ist ja toll.

00:01:56: Mhm.

00:01:57: Aber weißt du, was wir heute haben?

00:01:58: Nee.

00:02:02: Wenn dann eine unschuldige.

00:02:14: Heute reden wir über einen sehr, sehr spannenden Fall.

00:02:17: Ich bin schon mega neugierig ob ihr am Ende Zweifel An der offiziellen Version haben werdet, ob ihr zu denen gehört, die der Verschwörungstheorie glauben, das gibt nämlich eine, oder ob ihr eine ganz andere Möglichkeit in Betracht zieht.

00:02:31: Fest steht, zwei Menschen sind für diese Tat verurteilt worden und eine davon hat die Haftzeit nicht überlebt.

00:02:39: Ist also vielleicht unschuldig im Gefängnis gestorben.

00:02:44: Das ist sowas, was man irgendwie... Was man da immer so ein bisschen vergisst, wenn es dann rauskommt.

00:02:49: Die waren ursprünglich frei gekommen.

00:02:50: Die können ja in der Zeit sterben.

00:02:52: Absolut.

00:02:53: Ich finde auch einfach, die wie gesagt als Frau in der Zeit zum Beispiel, dann kannst du vielleicht kein Kind mehr kriegen.

00:02:59: Weil du zu alt bist.

00:03:03: Ich habe jetzt an andere Gründe gedacht, warum man kein Kind mehr...

00:03:07: Was denn sonst?

00:03:08: Ja

00:03:08: eben, aber deswegen kommt es so, weil du... So alt bist du.

00:03:13: Und wir haben das mal.

00:03:15: Jetzt geht das wieder los.

00:03:16: Ich sag jetzt gar nichts mehr.

00:03:17: Jetzt machst du die Folge.

00:03:18: Hier, ich geb dir das Kripp.

00:03:19: Da, viel Spaß.

00:03:20: Ich mach jetzt das, was du machst.

00:03:21: Oh, also ein Buch gelösen.

00:03:23: Du bist ja klug.

00:03:24: Wow, oder

00:03:25: kann lesen.

00:03:27: Klugscheißer.

00:03:28: Unarträglich, unarträglich.

00:03:31: Ja, mach mal.

00:03:32: Ja, funktioniert hervorragend.

00:03:33: Siehst du immer, wie das ist?

00:03:34: Ja, aber das ist immer mein Part.

00:03:36: Nein!

00:03:37: Das steht in meiner Stellmaschine.

00:03:38: Oh, sei ätzend zu Maximilian Pollux.

00:03:41: No arde den ein.

00:03:42: Ja, das könnte da wirklich drinstehen.

00:03:44: No arde den ein und auch alle sind hier immer auf deiner Seite.

00:03:46: Nee.

00:03:47: Doch.

00:03:48: Ja?

00:03:48: Nee.

00:03:48: Doch.

00:03:49: Die Allerschlimmsten sind aber dann hier.

00:03:51: plötzlich sind sie dann auf deiner Seite.

00:03:53: Kaum wenn ich mal was sage.

00:03:54: Ach, Quatsch.

00:03:55: Du wirst sie doch niemals die Butter vom Brot nehmen.

00:03:57: Die

00:03:57: Butter vom Brot nehmen.

00:03:59: Also.

00:04:00: Schneid euch alle an!

00:04:01: Er wird euch nicht schon angeschnallt.

00:04:03: Das

00:04:03: ist doch die harteste Farbe der Welt.

00:04:05: Ja, manche sitzen noch auch im Auto.

00:04:07: Die

00:04:08: hören das auf dem Weg in die Arbeit.

00:04:10: Schneid euch an.

00:04:14: Okay, warte, ich hab' n' Klau gefühlt.

00:04:16: Nein, wirklich, jetzt geht's los.

00:04:17: Du wirst ihn verlieben.

00:04:18: Der ist so spannend wie der Letzte.

00:04:22: Aufregendsten Kriminalfälle der Nachrichtszeit.

00:04:24: Versprochen.

00:04:25: Und wir bleiben dafür.

00:04:26: in Deutschland gehen ein paar Jahre zurück.

00:04:27: Wir haben es zu tun.

00:04:28: Mit Mord, mit Sex, mit Geheimdienst, mit Verschwörungen.

00:04:31: Ich freu mich so.

00:04:32: Wir reden über Vera Brüne.

00:04:34: Hier ist das Buch.

00:04:38: Das Buch hab ich von Peter Anders.

00:04:40: Ich muss sagen, es ist ein sehr ... Was heißt Bayes auf Deutsch?

00:04:44: Bayes?

00:04:45: Ja, wenn man Bayes hat.

00:04:46: Es ist sehr voreingenommen.

00:04:48: Es schlägt sehr hart in ihre Richtung aus.

00:04:50: So.

00:04:51: Ich finde, man sollte mehr als eine Quelle zitieren.

00:04:53: Er hat alles zusammengetragen, aber er ist schon sehr so auf einer Seite.

00:04:58: Er ist parteisch.

00:04:58: Das ist das Wort.

00:04:59: Er ist parteisch.

00:05:02: Bayes.

00:05:03: Bayes ist ein Vorurteil, glaube ich.

00:05:06: Auf jeden Fall.

00:05:07: Wir reden über Werder Brühne und den Mord an Dr.

00:05:10: Otto Braun und seiner geliebten Elfriede Klo mit zwei O. Ist schade, das ist irgendwie kein so schöner Name.

00:05:18: Obwohl man Klo, aber irgendwie.

00:05:21: Wie heißt er?

00:05:21: Ich schreibe gerade mit.

00:05:22: Er

00:05:22: heißt Dr.

00:05:23: Otto Braun.

00:05:24: Dr.

00:05:25: Otto Braun.

00:05:25: Prof.

00:05:26: Fraunarzt.

00:05:28: Und Vera Brünne.

00:05:29: Den muss er nehmen.

00:05:30: Da hab ich schon aufgeschrieben.

00:05:31: Gut.

00:05:31: Also das gehört, es geht um den Doppelmord.

00:05:34: Und wie in der letzten Folge sind wir in München irgendwie kommen.

00:05:37: Sehr viele Fehlurteile oder vermeintliche Fehlurteile aus der Bayerischen Landeshauptstadt.

00:05:42: Und in dem Fall kann ich sogar das vermeintlich wegstreichen.

00:05:45: Ich kann ganz knallhart sagen, es handelt sich um ein eklatantes.

00:05:49: Fehlurteil.

00:05:50: Es stürzt sich auf fragwürdige Indizien und was wir haben, diesmal sind Zeugenaussagen.

00:05:56: Und das ist nie gut.

00:05:57: Also, nee, finde ich, ich bin da echt, bin ich knallhart.

00:06:01: Ich trau keinem Zeug.

00:06:03: Niemandem.

00:06:06: Was trinkst du da?

00:06:07: Maracua raus.

00:06:07: Da musst du es aber jetzt nachlesen.

00:06:12: Und das soll ich mich jetzt überführen oder was?

00:06:14: Ja eben, schlechter Zeuge.

00:06:16: Ob trotzdem.

00:06:17: Trotz dieser wackeligen Zeugenaussagen und dieser komisch fragwürdigen Indizienkette, die richtigen verurteilt wurden, das überlasse ich am Ende dir, liebe Claudie.

00:06:25: Du

00:06:25: hast doch schon gesagt, das ist ein Fehlurteil.

00:06:27: Ja, aber das heißt ja nicht, dass nicht die richtigen Vorurteile sind.

00:06:30: Ein Fehlurteil bedeutet nur, dass du so nicht verurteilt hättest werden dürfen.

00:06:35: Beispiel, unser letzter Fall, Benedikt Todt, hundert Prozent Fehlurteil.

00:06:40: Aber ob er schuldig ist oder nicht, ist eine ganz andere Frage.

00:06:43: Selbst wenn er schuldig ist, du hast selber gesagt, Übertötung sieht eher aus wie ein Effekt hat, sieht eher aus wie ein Totschlag.

00:06:50: Und damals, das haben wir in der letzten Folge nicht richtig besprochen, hat man ihm ja sogar angeboten, diese paar Jahre für Totschlag.

00:06:56: Das heißt selbst das Gericht hat gesagt, eigentlich ist es ein Totschlag und ist dann nur wie ein patsiges Kind, haben sie ihn verurteilt für den Mord.

00:07:05: Eigentlich ist es ja in sich schon ne Frechheit, weil entweder ist es ein Mord oder nicht.

00:07:08: Und so ähnlich ist es jetzt hier auch wieder.

00:07:10: Also ich finde, so hätte man die nicht verurteilen können, heißt aber nicht, dass die hundert Prozent unschuldig sind.

00:07:16: Fangen wir vorne an.

00:07:17: Alles beginnt in einer Villa am Stanberger See.

00:07:20: Damals schon teuer, heute unbezahlbar.

00:07:22: Am Abend des neunzehnten April, neunzehnthundertsechzig, also wir sind wirklich, es ist schon lange her, suchen dort die Sprechstundenhilfe Renate Meier und ihr Freund Joachim Vogel nach Renate Meiers Chef, dem Frauenarzt Dr.

00:07:35: Otto Braun.

00:07:37: Der war nicht in der Praxis erschienen und Frau Meier hatte sich Sorgen um ihn gemacht.

00:07:41: Kann sein, finde ich am Anfang auch schon irgendwie so.

00:07:43: Aber wir kommen aus einer anderen Zeit, weißt du mit Handy, du rufst dann an, WhatsApp, du hast so viele Möglichkeiten zu sehen, ob jemand wenigstens lebt irgendwie.

00:07:51: Sie hat ihn auf jeden Fall telefonisch nicht erreicht und fährt deswegen mit ihrem Freund aus München raus an den Stadenberger See und dort sehen die beiden das Licht brennen.

00:08:01: Jetzt gehen sie aber nicht direkt hin, sondern sind so hin und her gerissen und fahren wieder weg und rufen nochmal an.

00:08:06: Also zu einer nächsten Telefonzelle und rufen von dort wieder an.

00:08:09: Weil sie hat halt gedacht, oh, jetzt ist er daheim und geht aber nicht hin.

00:08:12: Das ist aber scheiße, jetzt ruf ich nochmal an.

00:08:14: Und er geht wieder nicht hin.

00:08:15: Und das macht sie so misstrauisch, dass sie zurückfahren und diesmal das Haus so absuchen.

00:08:21: Und ihr freut... Wieso klingeln Sie nicht ein... Haben

00:08:23: Sie.

00:08:24: Ach so.

00:08:25: Beim zweiten Mal haben Sie geklingelt.

00:08:26: Stimmt, beim ersten Mal haben Sie nicht geklingelt, sondern nochmal angerufen.

00:08:28: Dann geklingelt, keiner hat aufgemacht, geklopft, keiner hat aufgemacht und dann so ein bisschen ums Haus geschlichen.

00:08:33: Dabei hat er eine offene Terrassentür entdeckt.

00:08:36: Und was würdest du jetzt mal

00:08:40: reingehen?

00:08:40: Würdest du machen?

00:08:41: Ja.

00:08:41: Ich denke mir das immer.

00:08:42: Ich weiß nicht, ob ich ins Haus reingehen würde.

00:08:44: Also wenn einer bekannten Person voll, wenn ich mir Sorgen mache und du nicht aufmachst, da Licht brennt, ich dich nicht erreiche und du eigentlich hättest zum Beispiel, sagen wir mal, heute zur Aufzeichnung kommen sollen und du kommst nicht und ich erreiche dich nicht.

00:08:56: Und dann habe ich schon so Bauchschmerzen und dann erreiche ich dich nicht.

00:08:59: Sehe er aber bei dir zu Hause das Licht an.

00:09:01: Also er würde ich auf jeden Fall reingehen.

00:09:02: Gut, jetzt bist du nicht meinen Chef, aber trotzdem.

00:09:05: Okay, cool, finde ich gut.

00:09:06: Dann hoffe ich, dass du die bist, die mich sucht und nicht ich dich.

00:09:09: Ich denke mir dann so, die macht jetzt gerade irgendwas und will nicht gestört werden.

00:09:13: Aber die wird doch auch wahrscheinlich angerufen haben, weil er ja zu spät zur Arbeit ist.

00:09:17: Gar nicht

00:09:17: in der Arbeit da.

00:09:18: Das wird ja unüblich sein.

00:09:23: Ich hätte trotzdem, ist irgendwie so komisch.

00:09:24: Ich habe mich gefragt, deswegen habe ich gefragt, also ich habe so Ressentiments irgendwie bei anderen Leuten da reinzugehen.

00:09:29: Voll.

00:09:30: Na ja, also jetzt generell würde ich das auch nicht machen.

00:09:32: Wenn ich hier spontan bei dir vorbeikomme, dann tue

00:09:34: ich... Du hast letztlich eine Sondieresaufwahl.

00:09:36: Zieh dir das Spielhaus an, ich nehme schon mal ein Drink.

00:09:38: Ja, das würde ich auch nicht machen, aber wenn ich mir Sorgen mache, weil du nicht kommst, so, ja.

00:09:43: Also er betritt auf jeden Fall den Bungalow und ist eigentlich eher eine Villa, aber es ist ein Bungalow angelegt, ein sehr schönes Haus.

00:09:50: Und sofort bemerkt er starken Verwesungsgeruch.

00:09:54: Das ist was, was du nicht riechen willst.

00:09:55: Ich finde auch merkwürdig, dass die wissen, wie das riecht.

00:09:57: Das würde ich auch sagen.

00:10:00: Es gibt mehrere Ausnahmen.

00:10:01: Heute sind es oft Leute, die am Land sind oder so.

00:10:02: Oder auch mein Tierkader bei irgendwo rießt oder so.

00:10:05: Wir dürfen nicht vergessen, der Zweite Weltkrieg ist gerade mal.

00:10:08: Ach so, okay.

00:10:10: Die Leute haben alle gewusst, wie eine Leiche riecht.

00:10:14: Das muss man immer bei solchen Geschichten, die aus dieser Zeit spielen, mit reinnehmen, dass die nicht nur alle wussten, wie Leichen riechen, sondern dass die auch durch die Bank alle traumatisiert sind.

00:10:23: Und man das nicht behandelt hat, sondern da ist man mit Alkohol und allen möglichen einfach drüber gewalzt.

00:10:30: Er entdeckt nach einigen Schritten den am Boden liegenden Otto Braun.

00:10:35: Die beiden rasen jetzt sofort zurück zur nächsten Polizeidienststelle.

00:10:38: Also man, ich kann schon vorwegnehmen, die Leiche ist in keinem guten Zustand, so man erkennt sofort, dass du da nicht mehr erste Hilfe leisten musst oder so.

00:10:44: Jetzt fahren sie nach Fürstenfeldbrück.

00:10:46: Und melden dort eben der Polizei diesen Fund.

00:10:49: Auch die Zeiten.

00:10:50: Man kann sich das gar nicht mehr vorstellen.

00:10:51: Du musst dort hinfahren.

00:10:52: Du kannst jetzt nicht einfach... Das ist crazy.

00:10:53: Du... gemeinsam mit zwei Korps geht es dann zurück zur Villa.

00:10:58: Und dort weiß Renate Meyer, also die Sprechstundenhilfe dieses Arztes, die Polizisten auf den Briefkasten hin.

00:11:04: Sie hatte reingesehen, warum auch immer.

00:11:07: Und Post sowie Brötchenlieferungen der letzten zwei Tage gefunden.

00:11:12: So, schaut mal, seit zwei Tagen war da keiner mehr in den Briefkasten.

00:11:16: Und ich muss sagen, ziemlich aufmerksame Sprechstundenhöfe.

00:11:21: Trotzdem, ihr merkt schon, ich finde das ein bisschen ungewöhnlich.

00:11:25: Warum?

00:11:25: Weil das so detektivisch ist.

00:11:26: Würdest du das mal so, jetzt frag ich dich als nächstes, schaust du auch noch in den Briefkasten oder ist es noch, den du in die Wohnung rein bist?

00:11:31: Kannst du dich einfach an den Briefkasten fremden, also andere Leute gucken?

00:11:34: Na.

00:11:35: Reingucken nicht, aber wenn ich jetzt merke, da ist Verwesung in deiner Wohnung, und du wirst tot

00:11:39: sein.

00:11:39: Fängst du sofort an zu ermitteln oder was?

00:11:41: Nee, würde ich nicht.

00:11:42: Aber vielleicht sind die ja vorher irgendwie, haben sie keinen Eingang gefunden, vielleicht sind die ja eine halbe Stunde rumgeirrt und haben gesucht und haben dann geguckt, oh, guck mal, der Briefkasten quillt schon über.

00:11:51: Er kann heute früh nicht am Briefkasten gewesen sein.

00:11:53: Muss ja nicht reingeguckt haben, man sieht ja schon, ob da irgendwie drei Zeitungen drinstecken.

00:11:57: Habe ich gekauft.

00:11:59: Sie macht da best, also trotzdem macht sie jetzt da schon ziemlich gute Polizeiarbeit.

00:12:03: Du auch an der Stelle?

00:12:04: Ich kann dir versprechen, den beteiligten Polizisten werden sich jetzt nicht mit rumbekleckern.

00:12:08: Überhaupt alles, was jetzt passiert ist unglaublich.

00:12:11: Ein Teil davon kann man drauf schieben, dass Polizeiarbeit damals noch nicht so weit war wie heute.

00:12:15: Na heute wissen wir, du fest nichts an, du machst nichts mehr, du hast Stichwort Tatort und Spurensicherung.

00:12:20: War damals noch nicht so.

00:12:22: Aber den weitaus größeren Teil kannst du eigentlich nur noch mit Fahrlässigkeit erklären.

00:12:26: Oder, und da sind wir jetzt im Bereich der Verschwörungsmythen damit, dass die Beamten vielleicht... sogar gar nicht genau hinschauen wollten.

00:12:34: Die Polizisten betreten die Villa auf die gleiche Art wie zuvor der Freund von Renate Meyer durch diese Verandertür.

00:12:40: Alles ist teuer eingerichtet.

00:12:41: Wir haben dicke Teppiche, wir haben elegante Möbel, sehr, sehr teure Gegend.

00:12:46: Der Verwesungsgeruch ist aber kaum auszuhalten, man öffnet alle Fensterdingen.

00:12:50: Im Flur stoßen sie jetzt schnell auf die Leiche des Arztes und um ihn herum ist Blut.

00:12:55: Erstellt ihr vor, er liegt mit dem Kopf direkt vor dem voll aufgedrehten Heizkörper.

00:13:00: Das hat den Verwesungsprozess beschleunigt.

00:13:02: Das ist, das Gesicht ist aufgeschwollen, Blut verschmiert, breik, es sieht nicht gut aus.

00:13:09: War es denn kalt?

00:13:10: Wir sind doch im Sommer, oder?

00:13:12: Na ja, klar.

00:13:12: Das hast du jetzt gerade sehr, sehr gut erkannt.

00:13:14: Weil das wirkt jetzt, ob das ja auch vertuschen

00:13:16: wird.

00:13:16: Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.

00:13:17: Warte mal, du hast es sehr, sehr gut erkannt gerade.

00:13:20: Äh, Abend des neunzehnten April.

00:13:22: Ja, gut.

00:13:23: Kann die Heizung noch angedreht sein.

00:13:24: Aber ich, äh, neunzehnte April.

00:13:26: Scheiße, wenn es jetzt neunzehnte Mai gewesen wäre, hätte ich gesagt, was macht die Heizung an.

00:13:28: Aber neunzehnte April kann gerade noch sein.

00:13:32: Ok, Otto Braun trägt einen Anzug.

00:13:34: Schick.

00:13:35: Sein Hut liegt etwas neben seinem Kopf auf dem Boden.

00:13:39: In seiner Hand finden die Beamten eine Pistole der Marke Baby im Kaliber.

00:13:46: In Magazin befindet sich nur noch eine Kugel.

00:13:50: Die Pistole gehört Otto Braun, die ist auf seinen Namen zugelassen und Zeugen sagen später, dass er die Waffe immer bei sich drückt.

00:13:58: Auf der Couch in der Nähe findet sich ein eingetrockneter Blutfleck und ein Hund der Halsband.

00:14:05: Das ist natürlich... Nooo!

00:14:08: Gut eine Stunde später trifft jetzt Kriminal-Obermeister Rodatus ein.

00:14:13: Äh, ja, den müssen wir im Auge halten.

00:14:15: Er erlöst die Streifenpolizisten von ihrer Ermittlungsarbeit und er kommt sehr, sehr schnell zum Schluss, dass es sich um Selbstmord handelt.

00:14:23: Außerdem weißt du die Kollegen an, das Haus zu durchsuchen.

00:14:27: Bin ich auf die Idee, sind die nicht alleine gekommen?

00:14:29: Gute Anmerkung!

00:14:30: Schlechte Kops.

00:14:32: Im Keller findet man nämlich eine weitere Leiche.

00:14:36: Es ist die von Elfriede Klo.

00:14:39: Das ist die Haushälterin und wie man auch wusste, also wie alle wussten, die langjährige Affäre von Otto Braun.

00:14:46: Was heißt das denn Affäre?

00:14:48: Na ja gut, das war seine Haushälterin, die ist zu ihm gezogen als Haushälterin.

00:14:51: Damals hast du halt...

00:14:52: Aber hat er ja noch eine andere Frau?

00:14:54: Er war davor verheiratet, dann ist sie mit ihm zusammengekommen und jetzt, wenn du schon so direkt fragst... Er hatte eine Menge Affären.

00:15:01: Aber sie, Elfriede Klo, war so die langjährigste und die, die halt bei ihm im Haus auch gewohnt hat.

00:15:06: Weil sie gleich noch geputzt hat.

00:15:07: So.

00:15:08: Die hat auch frech durchgewischt.

00:15:09: So, die hat auch noch frech durchgewischt.

00:15:11: Und hin und wieder gab es einen Eintopf.

00:15:14: Sie hatte auch einen Kleiderschrank geteilt, einen großen Kleiderschrank, wo ihre Sachen auch mit dran waren.

00:15:19: Sie war mit einem einzigen Genickschuss getötet worden.

00:15:21: Einem aufgesetzten Genickschuss.

00:15:23: Okay, also richtig hingerichtet.

00:15:24: Die

00:15:25: Pistole in den Nacken gesetzt und geschossen.

00:15:27: Knien oder im Stehen?

00:15:29: Im Stehen.

00:15:30: Also man vermute, dass sie gegangen ist, nichts ahnend und der Schuss sie dann

00:15:36: heimtückisch

00:15:36: in den Nacken getroffen hat.

00:15:38: Kriminalobermeister Rodatus fotografiert die Leichen und notiert um vier Uhr morgens nach einer ersten Untersuchung der Leiche Otto Brauns.

00:15:49: Todes eintritt Freitag auf Samstag und es gibt eine Einschussstelle in der Bundhöhle.

00:15:55: Keine weiteren Verletzungen.

00:15:57: Die vorgefundene Situation lässt auf Selbstmord schließen.

00:16:01: Was?

00:16:02: Ja, also ein Mord.

00:16:05: Selbstmord, wenn

00:16:05: man so will.

00:16:06: Von Braun.

00:16:07: Otto

00:16:08: Braun hat sozusagen erst... Also er ist Elfriede.

00:16:12: Und dann sich selber.

00:16:13: Und

00:16:13: dann sich selber.

00:16:15: Als er gerade Elfriede Klos Leiche fotografiert, die viel weniger verwest ist, weil sie im kühlen Keller liegt, hören die Beamten plötzlich ein schwaches Winseln.

00:16:24: Das Hündchen.

00:16:25: Ja,

00:16:26: Gott.

00:16:27: Sie folgten dem Geräusch und entdeckten in einem Abstellraum den völlig entkräfteten Spaniel des Arztes.

00:16:33: Der Hund heißt Pity.

00:16:35: Pity.

00:16:36: Pity.

00:16:36: Einer der Beamten versorgt ihn mit etwas Wasser und ein bisschen was zu essen.

00:16:42: Bist du froh?

00:16:43: Ja.

00:16:43: Habe ich auch.

00:16:45: Aber was im Blutfleck ist das auf dem Sofa dann?

00:16:47: Ja, es würdest du heute gut klären können damals nicht.

00:16:51: Und wieder aber.

00:16:52: Wie schlecht sind die Kops?

00:16:54: Man durchsucht einen Haus doch zumindest einmal so, dass man in jeden Raum reinguckt.

00:16:59: Das ist doch noch notwendig.

00:17:00: Der Täter könnte immer noch im Haus.

00:17:02: Also wenn es noch einen Täter gäbe oder so.

00:17:04: Also wenn man eine Leiche geschweige, dann eine zweite Leiche gefunden hat.

00:17:08: Spätestens dann mache ich doch mal jede Tür auf.

00:17:10: Aber wo war der denn?

00:17:11: In irgendeinem

00:17:11: Abstellraum.

00:17:13: Aber,

00:17:14: also... Ja, das ist echt wört.

00:17:15: Richtig schlechte Kops.

00:17:16: Rodatus, der Superkopf... Oder der

00:17:18: hat sich vielleicht versteckt beim ersten Mal, aber dann haben sie ihn nicht ordentlich gesucht.

00:17:21: Nee, der hat, wenn du die Tür aufmachst und der Hund da guckt er schon so.

00:17:24: Im Abstellraum, ich stelle mir das so ein kleines Räumchen vor.

00:17:26: Rodatus, der Superkopf, entdeckt einen auf blaues Papier geschriebenen Brief, in dem Dr.

00:17:32: Braun, seiner geliebten Ankündigt, das heute ein sehr wichtiger Mann zu Besuch kommt, den sie bitte reinlassen soll.

00:17:39: Diesen Brief stellt Rodatus nicht sicher.

00:17:42: sondern lässt ihn liegen.

00:17:44: Er findet ihn nicht wichtig.

00:17:46: Ja, verstehe ich voll.

00:17:49: Ja, so brauchen wir nicht.

00:17:52: Fasziniert, wir haben noch Selbstmord hier.

00:17:53: Am Morgen kommt dann auch der Arzt, der mit der Leichenschau beauftragt ist und bestätigt in seinem Arztbrief die vorhergemachte Annahme.

00:18:01: Alfrede Klo stabt durch einen aufgesetzten Genickschuss.

00:18:03: Dr.

00:18:04: Braun hat sich durch den Mund selbst erschossen.

00:18:06: Vermutlich Selbstmord schreibt der Arzt.

00:18:10: Kurz darauf erscheint jetzt Günter Braun.

00:18:14: Günnie

00:18:14: ist der Sohn des Opfers am Tatort und nachdem er ihm sein Beileid ausgesprochen hat, zeigt Kriminal Obermeister Rodatus ihm die Leiche seines Vaters.

00:18:23: Und bei der Gelegenheit streift er dessen Omega-Uhr vom Handgelenk, damit er Sohn diese an sich nehmen kann.

00:18:32: Und die Uhr ist kaputt, das Decklas ist abgesprungen.

00:18:35: und liegt in der Blutlache.

00:18:37: Und Günther Braun nimmt jetzt halt diese Uhr an sich.

00:18:40: All das würde man heute nicht auf gar keinen Fall machen.

00:18:43: Es ist mir unverständlich.

00:18:44: Ich könnte eigentlich jetzt gerade das Mikrofon wegklatschen, wenn ich das so... Warum gibst du dem die Uhr?

00:18:51: Voll.

00:18:52: Du könntest natürlich sagen, na ja gut, der Vater hat sich selbst erschossen, der würde jetzt dann... Was weiß ich, was will man nicht machen?

00:18:58: Der muss

00:18:59: gar keine Zweifel gehabt haben, vielleicht.

00:19:00: Also, dass du ihm die Uhr gibst, ist schon ein starkes Stück.

00:19:02: Günther Braun zeigt sich äußerlich... unbeeindruckt über die beiden Leichen und das dramatische Geschehen.

00:19:10: Als man ihn zum Abstellraum führt, in dem der arme Spaniel Herz zerreißend winselt, öffnet er die Tür, wirft einen Blick auf den Hund und schließt sie wieder ohne tröstende Worte an den Hund zu richten.

00:19:22: Das ist ja echt ein charming Typ.

00:19:25: Sehr charming, aber jeder trauert anders.

00:19:28: Und ich meine, Günther Braun lebte seit seinem dreizehnten Lebensjahr bei der Mutter.

00:19:35: Die war vom Vater getrennt.

00:19:37: Ich meine, Elfriede Klo war die neue Alte, die dann irgendwie eingezogen ist, so ein bisschen...

00:19:41: Aber den Hund kann man doch mal kurz streichen.

00:19:43: Habe ich mir auch gedacht, ihr kannst nicht den Hund kurz streichen.

00:19:46: Na ja gut, aber... Und jetzt kommt aber was.

00:19:50: Was wirklich zeigt, was für andere Zeiten das damals waren.

00:19:55: Ich dachte, ich spinne, als ich es gelesen habe, Günther Braun fragt die Polizisten, was er denn jetzt mit dem Hund machen soll.

00:20:03: Er kann ihn doch auf keinen Fall mit nach München nehmen, denn der Wohnung ist kein Platz.

00:20:06: Vielleicht sollte man ihn erschießen.

00:20:10: Und Rodatus, der Polizist, erklärt auf Brauns Bitte hin, sich selbst bereit, das zu tun.

00:20:18: Den Hund zu erschießen?

00:20:19: Er sagt, wörtlich, das wird wohl das Beste sein.

00:20:22: Oder in seiner Stimme, das wird wohl das Beste sein.

00:20:26: Was?

00:20:27: Rodatus, der Polizist, führt das traumatisierte Tier.

00:20:32: Hint das Haus und erschießt es.

00:20:35: Und jetzt halte ich fest, mit der Tatwaffe, da war ja noch eine

00:20:39: Kugel drin,

00:20:40: die ballert der Bulle jetzt in den Hund des Opfers.

00:20:48: Ich lehste so, ich ... Okay, andere Zeiten, andere Sitten.

00:20:53: Damit ist ein drittes Leben beendet worden in der Villa am Stanberger See.

00:20:59: Weitere sollten folgen.

00:21:02: Da haben wir Pity.

00:21:03: Weißt du, ich mein, bist du erst tagelang eingeschwert im Absteckkammer?

00:21:07: Dann winden sie dich...

00:21:07: Das ist nur mal ein bisschen Wasser.

00:21:08: und dann mit dir im Kopf geschossen.

00:21:09: Ballern sie dir mit der Wa... Da ist noch eine Kugel drin, hat die Koffer... Also... Die praktisch.

00:21:14: Die Koffer, die ist so... Das Danke.

00:21:17: Es ist mir... Wir kommen gleich mal drauf.

00:21:21: Rodatus, der Superbohle und Hundeassessen beantragt doch am gleichen Tag die Ausstellung der Beerdigungsbewilligung für die Leichen.

00:21:29: Und die Staatsanwaltschaft sieht keinen Grund.

00:21:31: diese zu verweigern.

00:21:33: Schon zwei Tage später werden die beiden Leichten beigesetzt.

00:21:38: Im Grunde könnte hier und jetzt alles enden.

00:21:41: Dann hätten wir heute nichts zu drüber reden.

00:21:44: Aber vier Monate später, bei der Testamentseröffnung, kommt es zu einer kleinen Überraschung.

00:21:50: Otto Braun hat eine große Villa mit riesigen Grundbesitz in Spanien.

00:21:55: Und dieses Millionenobjekt sollte in die Hände seiner anderen Geliebten Vera Brüne.

00:22:03: Das ist der Gynnyböse.

00:22:05: Sie selbst hatte davon gewusst, da dieses Testament in ihrem Beiseim von einem Notar unterzeichnet worden war.

00:22:10: Also sie wusste, sie kriegte es.

00:22:12: Der Sohn war nicht begeistert.

00:22:15: Und mit einem Mal stellt er sich die Frage, qui bono?

00:22:20: Wem nutzt der Tod meines Vaters?

00:22:23: Und Werder Brüne ist mit einem Mal vermeintlich reich.

00:22:28: Man beginnt hinter vorgehaltnahen zu tuscheln.

00:22:33: Nur zwei Wochen nach der Testamentseröffnung erstattet Günther Brauens Anwalt jetzt, in dessen Namen, also im Namen seines Mandanten, eine Strafanzeige gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf Mord in zwei Fällen.

00:22:49: Und damit beantragt man die Exhumierung der Leichen.

00:22:53: Heißt man will die wieder ausgraben.

00:22:57: Werer Brüne stimmt der Exhumierung über ihren Anwalt zu.

00:23:03: Wobei ich mich...

00:23:03: Ist das überhaupt nötig?

00:23:04: Genau, das hat er in dem Buch hier so betont.

00:23:06: Wobei ich mir dachte, du hast überhaupt gar nichts zu sagen dazu, ob du zustimmst und nicht interessiert hier keinen.

00:23:12: Aber ist es trotzdem... Wir schauen uns das Ganze weiter und behalten diese Sachen bei dem Kopf.

00:23:18: so ein bisschen, ja.

00:23:19: Gegen Ende des Jahres ordnet die Staatsverwaltschaft dann tatsächlich die Exformierung der Leichen ein, aber gegen Ende des Jahres... Also die liegen jetzt schon sechs Monate unter Erde und es wird eine Obduktion gemacht.

00:23:30: Und siehe da die Theorie mit dem Selbstmord.

00:23:33: ist danach nicht mehr ohne weiteres aufrecht zu halten.

00:23:36: Denn ein kleines Detail spricht dagegen.

00:23:39: Otto Braun hatte zwei Einschüsse in seinem Kopf.

00:23:46: Das ist keinem aufgefallen vorher.

00:23:48: Rodatus sicher nicht.

00:23:49: Der war zu beschäftigt, Hunde zu verschießen halt.

00:23:51: Wahnsinn.

00:23:52: Und dann hat er auch noch mit der Tatwaffe woanders schon hingeschossen.

00:23:55: Wahnsinn.

00:23:56: Eine Einschüsse ging quer durch die Schlefe.

00:23:59: Die Gerichtsärzte bescheinigten den Ermittlern eklatante Fehler und schlampige Ermittlungsarbeit.

00:24:05: Ach nee.

00:24:05: Ladies and gentlemen, wir haben es für dein Mord zu tun.

00:24:10: Im Zentrum der nun beginnenden Mordermittlung steht von Anfang an Vera Brüne.

00:24:16: Vera, bisschen bin ich durch hier.

00:24:22: Die ist auch so stickige Luft und draußen regnet es ganz toll.

00:24:27: Was kann ich tun um dich?

00:24:29: Ich brauche frisch Luft.

00:24:31: Nimm ne Nase frisch

00:24:32: Luft.

00:24:33: Komm, willst du mal ein Ding hier ein Jumping-Check machen?

00:24:35: Ich find's total interessant.

00:24:37: Das sieht

00:24:37: nicht so aus, wo du gehst und schläfst.

00:24:39: Ich schlafe nicht.

00:24:40: Ich bin ganz aufmerksam.

00:24:42: Hab ich an einer Stelle irgendwas nicht gecheckt?

00:24:44: Nein.

00:24:44: Weiß ich nicht.

00:24:45: Keine Ahnung.

00:24:50: Nein, hier ist schon sehr warbend drinne.

00:24:52: Hier ist so Sticheluft.

00:24:53: Weil ich hier vorhin zu achtzehn drin saß, hier

00:24:55: in dem Raum.

00:24:56: Aber es ist auch ein Fall aus den Sechzigern.

00:24:58: Das ist nicht so hektisch wie heute alles.

00:25:00: Das ist ein bisschen chilliger alles.

00:25:02: Im Zentrum, wie gesagt, steht nun Vera Brüne.

00:25:04: Die sind direkt auf sie gekommen.

00:25:06: Die Lebedame, die das hätte, Erbe in Spanien, einheimisch.

00:25:09: Weißt du, woher Lebedame kommt?

00:25:11: Nee.

00:25:12: Lebedame kommt daher, dass Frauen waren, die auf die Kosten der Männer gelebt haben.

00:25:17: Und ein Lebemann ist einer, der auf die Kosten anderer lebt.

00:25:21: Also, witzig, hab ich auch nicht gedacht.

00:25:23: Ich dachte immer, das ist einer, der sein Leben eben lebt.

00:25:26: Aber du lebst auf die Kosten anderer.

00:25:27: Aber

00:25:27: eigentlich benutzt man das heute ja in einem anderen Kontext.

00:25:32: Aber sag mal, die Wehrer, wo wohnt die denn?

00:25:34: Die wohnte zu der Zeit in der Nähe von Köln.

00:25:37: Und hatte die kein gutes Alibi?

00:25:40: Darauf

00:25:40: kommen wir jetzt.

00:25:40: Tatsächlich hatte sie, nicht nur hatte sie anscheinend kein gutes Alibi, sondern sie hat schon lange, bevor diese Ermittlungen begangen haben, sich um ein falsches Alibi bemüht.

00:25:50: Das ist verdächtig.

00:25:52: Zur genauen durch die Polizisten vor Ort festgestellten Tatzeit hat sie nämlich keins.

00:25:57: Sie behauptet, um diese Zeit auf der Rückfahrt von München nach... Köln gewesen zu sein.

00:26:02: Alleine in einem Auto.

00:26:03: Zu einer Zeit, in der es überhaupt noch nichts an Autobahnen, Überwachungen, ich weiß nicht mehr, ob es ein paar Autobahnen gegeben haben, aber auch Landstraßen und so weiter, also keiner hat sie gesehen.

00:26:12: Und das ist immer sehr, sehr verdächtig, wenn man nicht beweisen kann, dass man zur Tatzeit woanders gewesen ist.

00:26:18: Lass uns einen Blick darauf wer diese mysteriöse Frau ist, die in zu einer Zeit, die man wirklich nur als Prüde bezeichnen kann, also nachkriegsdeutschland superprüde.

00:26:29: die so einen entschilderten Lebensstil führte, dass man sie die Lebedarme nennt.

00:26:32: Mera Brüne ist in Nordrhein-Westfalen in einem Essener-Stadtheil namens Krai geboren.

00:26:38: Und der Vater war sogar Stadtteil Bürgermeister von Krai und sie wuchs relativ wohlhabend auf.

00:26:43: Also es kommt aus gutem Hause, wenn man so will.

00:26:46: Sie ist groß, blond, hübsch, lebenslustig.

00:26:49: Und wenn ich mir so ansehe, wie sie ihr Leben gelebt hat, kann ich mir vorstellen, dass die heute hunderttausende Insta-Bamunden hätte.

00:26:57: Das wäre ... Ein Mädel gewesen, du kannst du heute werden, Edgar gewesen.

00:27:01: Die hatten gute Vorstattung gehabt, hatte eine Möglichkeit und war viel unterwegs.

00:27:04: Die hat immer so ein Lifestyle gepflegt und später hat sie auch recht jung noch einen bekannten Schauspieler, der hieß Hans Kossi, geheiratet.

00:27:12: Der war bei Raumpatrouille Orion dabei.

00:27:16: Ich weiß wo dabei war und du so.

00:27:17: Ich kenne

00:27:18: das nur vom Namen

00:27:19: her.

00:27:20: Aber vom Namen bin ich's, ne?

00:27:20: Raumpatrouille Euland.

00:27:21: Das war mal, als es noch zwei Sender gab oder so.

00:27:23: Dann kam auf einem Raumpatrouille Euland.

00:27:24: Das haben damals alle gesehen.

00:27:26: Und der hat da...

00:27:27: Alle, die so alt sind wie du.

00:27:29: Ich hab das sicher nicht gesehen.

00:27:30: Ich hatte aber hier so einen Viewmaster.

00:27:34: Das ist so ein Kreis.

00:27:36: Da kannst du so kreisen.

00:27:37: Das ist schon aus wie ein Fernglas.

00:27:38: Dann guckst du durch und oben kannst du so ein Rädchen reinstecken und in dem Rädchen sind lauter Bilder.

00:27:42: Ah ja.

00:27:43: Ein Viewmaster oder so hießt er.

00:27:44: Dann hast du so runtergedrückt und dann ist das nächste Belecklung.

00:27:47: Das hatt ich auch.

00:27:48: Und da hatte ich eine Kassette, also einen so ein Scheibchen-Set mit Raumpatrouille Orion.

00:27:54: Also habe ich Hans Kossi schon mal gesehen.

00:27:55: Ben Dieb im Fall drin, sozusagen.

00:27:57: Undercover von

00:27:58: Fleck.

00:27:58: Fasi, kanntest du auch schon Indirekt-Vera-Bühne?

00:28:01: Eigentlich habe ich, ich habe sozusagen mit dem Kauf dieses Dings, habe ich ihre Verteidigung schon mal schenkt.

00:28:06: Also mit Hans Kossi hat sie eine Tochter, Sylvia.

00:28:10: Sylvia Kossi, die ist auch schwer, die ist auch wichtig.

00:28:13: Ja, der hieß eigentlich Kossi aus Kostkolozki, der hat einen ganz krassen Nachnamen, aber die haben den Kossi, hatten wir ihn halt genannt.

00:28:19: Die Tochter ist schwer wichtig, war die, die ist schwer wichtig.

00:28:22: Und ich habe nur ein Bild irgendwie von ihr gefunden, da war sie sehr hübsch, fand

00:28:25: ich.

00:28:26: Sylvia.

00:28:28: Es folgt aber die Scheidung und angeblich war, man hat hinterher vorgehaltene Hand getuschelt.

00:28:34: Sie ist dem Hans fremd gegangen.

00:28:35: Die ist ja auch eine Lebefrau.

00:28:36: Eine Lebedame.

00:28:38: Und als nächstes heiratete sie einen bekannten Filmkomponisten, Lothar Brüne.

00:28:42: Dessen bekanntesten Hit kannte ich auch.

00:28:44: Den brauchst du nicht aufschreiben den Namen.

00:28:45: Der kommt nie wieder.

00:28:46: Der ist nur, weil es hieß immer bekannter Filmkomponist.

00:28:49: Und dann haben die immer so gesagt, dass das als ihr gepasst hat, dass man sich einen intellektuellen Künstler und ich so, okay, muss ich jetzt mal gucken, wer das war.

00:28:55: Und der hat ein Lied geschrieben, ein Hit, den ich sogar kannte, nämlich Ich brech die Herzen, der stolz ist, den Frauen.

00:29:01: Weil ich so lehne und so leidenschaftlich war.

00:29:05: Das ist es!

00:29:06: Geil!

00:29:06: Als ich klein war, habe ich immer gesagt, es gibt so ein Video, da bin ich ganz klein, also keine Ahnung, so fünf Jahre oder so.

00:29:11: Da haben wir meine Familie, also mein Cousin, so ein Cousin-Wochenende gemacht und da wurde jeder verkleidet und dann habe ich so einen Schleif auf den Kopf, so einen Gleitern und ich singe in die Kamera.

00:29:22: Ich will keine Schokolade.

00:29:24: Oh

00:29:24: nein.

00:29:24: Ich will lieber einen Mann.

00:29:26: Du bist süß.

00:29:27: Und wer warst du?

00:29:27: Fünfundzwanzig?

00:29:28: Nein, fünfsechs.

00:29:29: So, fünfsechs jetzt.

00:29:31: Ja, und das ist immer noch mein Motto.

00:29:32: Aber trotzdem erinnert sich nicht.

00:29:34: Dann musst du es nochmal probieren.

00:29:35: Ich würde es nochmal so sehen.

00:29:37: Aber ähnliche Zeit wahrscheinlich.

00:29:38: Aber süß.

00:29:39: Wir wissen auch nicht, ob er sich an Werra die Zähne ausgebissen hat.

00:29:42: Wir wissen nur, dass die Ehe nicht hält.

00:29:43: Aber du siehst, sie verkehrt den Künstlerkreisen finanziell eigentlich gut gestellt.

00:29:48: Dann kommt der zweite Weltkrieg.

00:29:50: und wirft eigentlich alles noch mal durcheinander, also in allen Leben zu der Zeit.

00:29:53: Und es gibt einen Bombenangriff, dabei werden Werra und ihre Tochter Sylvia in dem Anwesen in einem kleinen Bunker verschüttet.

00:30:01: Ach du Gott.

00:30:03: Also wenn man immer allein diese Geschichten, was die Menschen im Krieg erlebt haben, die würden ganze Bücher, also die würden immer für eine ganze Folge reichen.

00:30:10: Johann Fairbach, ein Arbeiter, der bei der Familie im Unterschlupf gefunden hatte, rettet die beiden.

00:30:18: Das ist ein interessanter Charakter, obwohl er immer so als uninteressanter grauer Mann irgendwie dargestellt wird, ist er sehr interessant, denn der war davor aus der Wehrmacht desertiert.

00:30:26: Das finde ich schon mal das spannend.

00:30:29: Alle rennen nach rechts und du so, oh, ich geh nach links.

00:30:35: Man hat immer irgendwie so gerade zu der Zeit damals und ich glaube auch... Es ging noch weiter danach.

00:30:40: In Deutschland hat man die immer so ein bisschen als Feiglinge hingestellt.

00:30:43: Dessertieren ist ja auch... Desserteur ist kein schönes Wort.

00:30:46: Das ist ein bisschen wie ein Verräter oder

00:30:48: Feigling.

00:30:49: Und ich sag dir was, zu der Zeit ist das eigentlich die richtige Entscheidung.

00:30:53: Warte mal, ich kenne doch nicht für die Nazis in ein anderes Land und töte dort Menschen.

00:30:58: Also, hat bei mir schon ein Stein im Brett.

00:31:01: Mit dem hat sie von da an eine On-Off-Affäre.

00:31:05: Die Vera.

00:31:06: Ja, ist aber auch nicht verwunderlich, weil...

00:31:08: der sie gerettet hat.

00:31:09: Sexy.

00:31:10: Das ist das erste Gesicht, aus dem.

00:31:12: sie ist zu durch die Steine und dann...

00:31:13: Voll romantisch, so eine Hollywood-Story.

00:31:15: Voll.

00:31:16: Und die Haare vergehen, man wird nicht jünger, die so auch noch auf Fähre bleibt.

00:31:21: Aber Werder Brühne ist viel unterwegs und auf einer Party lernt sie jetzt den reichen Münchner Arzt Otto Braun kennen.

00:31:28: Und wenn man einer ihrer Freundin glauben kann, sagt sie an diesem Abend, der sieht nach Geld aus, den angel ich mir.

00:31:35: Das wurde damals dann im Prozess so super schlimm dargestellt.

00:31:38: Ich selber habe eine sehr differenzierte Meinung dazu.

00:31:42: Ich weiß nicht, ob man das... Ich sage es jetzt einfach.

00:31:44: Man kann es mir sagen, ob ich politisch damit unklar bin oder was auch immer.

00:31:47: Ich meine, die gesellschaftschöne Frauen ist ein Luxusgut.

00:31:50: Und es ist nichts Verwerfliches dran, wenn diese Frauen sich das sozusagen auch bezahlen lassen.

00:31:56: Also auf eine gewisse Art bezahlen lassen.

00:31:58: So weißt du, wie ich mein?

00:31:59: Aber was heißt es denn?

00:31:59: Ich dachte, dass die oft zusammen waren.

00:32:02: Sie war

00:32:02: seine Geliebte, aber er hat zum Beispiel einen monatlichen Geldbetrag bezahlt für diese Gesellschaft, dass sie zum Beispiel Dienstags- und Freitagszeit hat und solche Sachen.

00:32:10: So war das Arrangement, das sie getroffen hatten.

00:32:13: Aber hat ja schon auch was so ein bisschen von einer...

00:32:18: Edelprostituierten Hostesse.

00:32:19: Sie hat nie für Geld sich so prostitiert.

00:32:21: Das hätten wir gesagt.

00:32:23: Aber sie hat diese Art von Arrangement getroffen.

00:32:25: Aber ich sage dir, wenn du jetzt heute guckst... Da war jetzt gerade erst wieder diese Dubai-Geschichte, so wer alles nach Dubai fliegt und wie die Leute dann dort leben und so.

00:32:34: Und es sind immer schöne Frauen.

00:32:35: Und wer soll das bezahlen?

00:32:36: Das sind junge, schöne Frauen.

00:32:37: Mein Gott, sie werden bezahlt dafür, dass sie dann halt da sind.

00:32:40: Früher hast du, weiß ich nicht, das immer mit Sex zu tun hat.

00:32:43: Weißt du, das ist ja auch nur, komm auf die Party.

00:32:45: Mir würde niemand Geld geben dafür, dass ich auf die Party komme.

00:32:48: Mir auch nicht.

00:32:49: Ja, du hast auch nicht versucht.

00:32:51: Aber ich denke immer so... Muss jeder selber wissen.

00:32:56: Wenn sie denkt, ich hab Lust, a la carte zu leben.

00:32:59: Und wenn ich mich in diesen Typen hänge, der vielleicht auch noch sehr intellektuell ist, der schlau ist, mit dem ich einen schönen Abend habe und der mir dafür noch eine Teuerantage gekauft und mich das glücklich macht oder mich schön zum Essen ausführt, why not, wenn das jemand will.

00:33:12: Ich

00:33:12: find's auch nicht schlimm.

00:33:13: Und sie hat aber auch nie groß was anderes gearbeitet.

00:33:17: Die hat jetzt keinen Job gehabt oder so.

00:33:19: Und insofern ... Ich weiß nicht, ich sehe es nicht verwerftig, aber der sieht nach Geld aus den Angelich mir.

00:33:27: Das wird ihr so schrecklich vorgeworfen und so und ich finde es nicht so schlimm, ehrlich gesagt.

00:33:32: Sie macht ihren Job anscheinend relativ gut, denn innerhalb eines Jahres wird sie ins Testament aufgenommen.

00:33:37: Sie soll den spanischen Besitz des reichen Arztes erben und dafür kickt er sogar eine andere Affäre, die zuvor im Testament gestanden hat, raus.

00:33:46: und setzt Vera Brüne an deren Stelle ein.

00:33:49: Aber wieso trägt der da nicht einmal nur seinen Sohn ein?

00:33:51: Das verstehe ich nicht.

00:33:51: Warum denn immer eine Affäre?

00:33:53: Ist halt so.

00:33:54: Hat halt geil.

00:33:55: Das

00:33:56: finde ich auch ein bisschen

00:33:57: merkwürdig.

00:33:57: Kann Gynni vielleicht nicht leiden, weil der Scheiße zu Hunden war offensichtlich.

00:34:00: Ja, und sag mal wieso ist der so stinkreich, der Otto Braun?

00:34:03: Das ist

00:34:03: eine sehr gute Frage.

00:34:05: Weil die einen, die die so ein bisschen die Normalversion glauben, die schreiben immer, der reiche Arzt, der reiche Arzt, der reiche Arzt.

00:34:11: So als wäre jeder Arzt superreich so, ne?

00:34:13: Und der Mann war Frauenarzt.

00:34:15: Und der Autor dieses Buches hier, der immer so ein bisschen parteiisch auf Werras Seite ist, der schreibt immer, der Kassenarzt, der Kassenarzt.

00:34:22: Also die eine machst du, der reiche Arzt, ja, der Kassenarzt.

00:34:25: In Wirklichkeit ist er ein Frauenarzt mit einer Praxis, der auch Kassenpatienten behandelt.

00:34:30: Und dafür ist er bedeutend zu reich.

00:34:35: Es gibt... Eigentlich meiner Meinung nach kann es das auch nicht mehr widerlegen.

00:34:38: Es gibt Hinweise darauf, dass Otto Braun für den Geheimdienst, der damals gerade entstanden ist, den BND und so weiter in Waffengeschäfte verwickelt war, dafür auch gereist ist in Krisenregionen und wir dürfen annehmen, dass er schmutziges Geld mit illegalem Waffenhandel verdient hat.

00:34:55: Da lehne ich mich ein bisschen aus dem Fenster, weil das ist alles recht, woher soll ich jetzt wissen, aber es deutet einfach drauf hin.

00:35:00: Das Ding ist nur ein bisschen, man muss die Zeit auch sehen.

00:35:02: Es war eine wilde Zeit.

00:35:04: Weißt du, wenn du damals den zweiten Weltkrieg überlebt hast und du warst engagiert in verschiedenen Bereichen, dann hattest du gar nicht alles passieren.

00:35:09: Danach, wo da wurden die Karten neu gemischt, da kamen Leute, die ...

00:35:12: Klar, und da hatte man vielleicht auch andere Moralvorstellungen, als man sie davor hatte.

00:35:16: Oder ja, was man vielleicht auch heute sagen würde, was vielleicht nicht.

00:35:19: Weißt du, wen wir alles als Deutschland mit Waffen beliefern.

00:35:21: Aber er hat auf jeden Fall Verbindungen zum BND.

00:35:25: Der BND ist einer der größten ... Schattenorganisationen, die man sich nur vorstellen kann, wir können vielleicht machen wir mal eine Folge darüber, weil die Hälfte Leute dort Gründungsmitglieder, die eigentlich alle hätten den Knast gehört, Reinhard Gehlen ist ein Chef des Nazi-Auslands-Geheimdienstes gewesen, der zuständig war für die Sowjetunion, ist danach, nach dem Krieg direkt, hat er den BND gegründet.

00:35:47: Also der Gründer unseres Auslands-Geheimdienstes waren hardcore Nazi.

00:35:52: Die hießen davor, die... Aber wie hießen sie noch?

00:35:55: Die Organisation Gelen, die haben sogar seinen Namen gehabt.

00:36:00: Aber gut, das interessiert uns heute nicht.

00:36:01: Fakt ist, Otto Braun war kein Unschusslamm.

00:36:04: Weißt du, was dafür auch hindeutet?

00:36:05: Dass er immer mindestens zwei Handfeuerwaffen angemeldet bei sich trägt und irgendwie, dass jeder weiß, das ist der Frauenarzt, der eine Knarre dabei hat.

00:36:12: Das ist nicht... Du hast viele Affären, du hast mehrere Willen, Grundbesitz in Spanien und hast eine Knarre dabei.

00:36:19: Das klingt eigentlich nicht, als wärst du Frauenarzt.

00:36:21: Ich finde auch, also jetzt, sorry, dass ich jetzt komplett die Klischee-Schublade aufmache.

00:36:24: Ich weiß das sehr.

00:36:25: Und jetzt zu mir auch voll leid für alle, die jetzt sagen, warst du so, ist doch Quatsch.

00:36:28: Aber ich finde, gerade als Frauenarzt so viele Frauen zu haben, irgendwie finde ich das ein bisschen merkwürdig.

00:36:35: Schmecklerisch.

00:36:37: Eine Sache, die bei dem ganzen Prozess nicht gewürdigt wurde, ist, dass es in der Praxis ein Schlafzimmer gab.

00:36:46: Wie praktisch.

00:36:46: Sehr praktisch.

00:36:48: So viel zu Otto Braun, auch übrigens sehr interessant, dass man immer die Lebedame, die Lebedame, aber der reiche Arzt.

00:36:53: Wie wärst du mit der Playboy?

00:36:55: in eine andere Richtung oder irgendwas?

00:36:56: Nein.

00:36:57: So oder so beginnt die Polizei zu ermitteln.

00:36:59: Dafür sprich man noch mal mit allen, die irgendwas über die Tat wissen könnten.

00:37:02: Und anfangen tut man natürlich mit Renate Meyer, der Sprechstundenhilfe.

00:37:05: Und die lässt kein gutes Wort an Werra Brühne.

00:37:09: Oh, die ist ein bisschen einfach.

00:37:10: Die ist

00:37:11: sie schießt vom anderen Stern.

00:37:13: Sie behauptete später, ihr Opfer Otto Braun hätte sogar vor gehabt, die Brühne zu verlassen.

00:37:18: Außerdem wollte er den spanischen Besitz verkaufen, weil im Testament steht nur, dass sie den Besitz erbt, aber nicht des Geld, wenn

00:37:25: es

00:37:25: verkauft wird.

00:37:26: Angeblich war er so enttäuscht über den losen Lebenswandel der Brüne.

00:37:32: Der seinem entsprochen hat.

00:37:33: Genau, Bullshit auch, weil du hast ja so kennengelernt, du bist danach nicht enttäuscht.

00:37:37: Aber gut, das alles lässt die Mordermittler aufhören, besser geht's nicht.

00:37:40: Der Nutznieße einer Erbschaft könnte ja dadurch ums Erbe gebracht werden und damit hast du das Motiv.

00:37:46: Ah, der will den Grundbesitz verkaufen.

00:37:47: Dann krieg ich nichts.

00:37:49: Perfekt.

00:37:50: Aber der Gönni, der kriegt ja auch nix.

00:37:52: Das wäre doch auch ein gutes Motiv.

00:37:52: Wieso?

00:37:52: Dann kriegt Gönni alles.

00:37:53: Ja, aber nur wenn, also weißt du...

00:37:57: Gönni kriegt sowieso schon, kriegt Bungalow, kriegt das Vermögen, was da ist, erbt die Praxis.

00:38:03: Nur das spanische, den kriegt er nicht.

00:38:04: Wir sprechen von Millionen Grundstück, das er nicht bekommt.

00:38:07: Also auf jeden Fall definitiv...

00:38:09: Sauer

00:38:10: ist er.

00:38:11: Allein, dass du die Sachen jetzt kriegst, ist schon ein Motiv.

00:38:15: Das wenn dein Vater jetzt tot ist, kriegst du's jetzt.

00:38:16: Wenn in dreißig Jahren stimmt, kriegst du's in drei Jahren.

00:38:19: Renate Meyer sagt später unter Eid aus, dass Otto Braun sich von seiner geliebten Vera Brüne trennen wollte, sobald er den spanischen Besitz verkauft hat.

00:38:28: Hier wieder, das ist Indies Irrtereingang, das ist mit als Motiv.

00:38:31: Meiner Meinung nach ist es so ein... Wieso sollte ein Mann, der vorher eine Frau rausgekickt hat aus dem Testament ohne Probleme, jetzt diesen Umweg gehen?

00:38:41: Kickst du doch wieder aus.

00:38:42: Sag einfach wieder, nee... Du kriegst nix.

00:38:44: Ich ändere das Testament.

00:38:45: Er hat es ja schon mal gemacht.

00:38:46: Das hat er bewiesen.

00:38:47: Das weiß auch jeder.

00:38:48: Aber gut.

00:38:50: Renate Maier gibt auch noch zu Protokoll, dass sie von Otto Braun gehört hat, dass dieser am Tatabend einen reichen Kaufinteressenten erwarte.

00:38:58: Und erinnerst du dich so ein bisschen

00:39:00: an den Brief?

00:39:00: Ja, an den Brief.

00:39:01: Von da an... Den

00:39:01: blauen Papier.

00:39:02: Genau.

00:39:02: Von da, der als der blaue Brief in die Rechtsgeschichte eingehen wird.

00:39:07: Von da an vermuten die Ermittler, dass Vera Brüne einen Komplizen hat.

00:39:11: Weil ein Interessent.

00:39:14: Und jemand, den sie sozusagen als Kaufinteressenten für die Villa in Spanien ins Spiel bringt, um so Zutritt ins Haus am Stammbär der See zu bekommen und dann den Mord begehen zu lassen.

00:39:26: Jetzt spricht man erneut mit Günni und man fragt ihn, ob es da irgendwelche Anhaltspunkte dafür gibt.

00:39:31: Der hat einen Einfall.

00:39:33: Er erinnert sich an einen Brief, den blauen Brief.

00:39:37: Der Brief, den der Superdedektive Rodatus zwar gelesen, aber nicht sichergestellt hat, hat seinen Weg in die Unterlagen Günther Brauns gefunden.

00:39:45: Der hat ihn aufgehoben.

00:39:47: Und der Brief ist auf Maschine geschrieben.

00:39:50: Willst du ihn mal hören?

00:39:51: Ja.

00:39:53: Liebe Friedl, der Überbringer dieses Briefes ist Herr Dr.

00:39:57: Schmitz aus dem Rheinland.

00:39:59: Er ist ein sehr wichtiger Mann hier in Spanien, deshalb sei besonders nett zu ihm.

00:40:04: Ich habe von dir als meiner Frau gesprochen und ihm von unserem schönen Haus am Starnberger See erzählt.

00:40:10: Zeig ihm alles.

00:40:12: Er hat übrigens eine großartige Idee für den unteren Raum.

00:40:15: Herr Dr.

00:40:17: Schmitz hat übrigens eine sehr nette Frau, die ihn auf allen Reisen begleitet und die dir gefallen wird.

00:40:23: Ich hoffe, dass es dir gut geht.

00:40:25: Alles Gute und ein Bussi.

00:40:26: Auch für Pity dein Otto.

00:40:32: Nur dein Otto ist handschriftlich, der Rest ist mit Maschine geschrieben.

00:40:37: Der Verfasser hat eine alte Schreibmaschine benutzt und man konnte eindeutige Typ- und Mechanismusdefekte nachweisen.

00:40:46: Also es gab, ich glaube die E's oder so waren immer ein Stückchen höher und es war so, die Polizei freut sich natürlich enorm über diesen Brief.

00:40:55: Außerdem hängt Günther Braun auch die kaputte Omega-Uhr an die Mehramten aus.

00:40:59: Die hat er nicht reparieren lassen, die hat er aufgehoben.

00:41:01: Nicht nur das Glas ist abgesprungen, auch der Sekundenzeiger ist so nach oben geborgen, dass darauf die Tatzeit zu lesen ist.

00:41:09: Kurze Frage, warum hat denn Otto Elfriede so ein Zettelchen geschrieben?

00:41:13: War der nicht zu Hause vorher?

00:41:14: Der war ja in der Arbeit eigentlich, hätte er sein müssen.

00:41:18: Und das hat er...

00:41:19: Elfriede Kloh ist die Haushälterin und erfährt dies immer zu Hause.

00:41:22: Eben.

00:41:22: Und er hätte dir das doch sagen können.

00:41:24: Hätte er?

00:41:25: Hat er anscheinend

00:41:26: nicht gesagt.

00:41:26: Sondern er schreibt hier auf einem richtigen Brief.

00:41:29: Legt ihr den hin?

00:41:30: Ich

00:41:31: würde sagen, du hast recht.

00:41:32: Aber ich glaube, das überinterpretieren wir, weil...

00:41:35: Wir das so nicht kennen.

00:41:36: Keine

00:41:36: WhatsApp.

00:41:37: Es kann gut sein, dass du Nachrichten... Also ich weiß, ich kann mir vorstellen, dass früher mehr Nachrichten geschrieben wurden, als heute aufzetteln.

00:41:43: Vielleicht

00:41:43: war Sieg Morgs noch beim Arzt und

00:41:45: er wollte das nicht verpeilt.

00:41:47: Oder er kippt ihm den Brief mit, weil er sagt, die ist super misstrauisch.

00:41:51: Und ich bin zu der Zeit, ah, ich glaube, so war es erklärt.

00:41:54: Es wäre so gewesen, dass er auf der Rückweg von München zum Steinberger See gewesen wäre, in der Zeit, wann er schon ankommt.

00:42:01: Du kannst nicht einfach anrufen, wer ist das?

00:42:03: Ich bin hier mit Autofrauen verabredet, dann warten sie mal schön im Auto.

00:42:07: Außer der hat diesen Brief, den er aus der Art mitgenommen hat.

00:42:10: Es gibt schon Gründe, warum.

00:42:11: Jetzt sind wir ein bisschen über die Omega-Uhr

00:42:14: kaputt.

00:42:15: Sekundenzeiger nach oben gebogen.

00:42:17: Dann hat er sich der Minutenzeiger noch einmal weiter drehen dürfen und ist dann am Sekundenzeiger hängen geblieben.

00:42:24: Heißt, eine Stunde später, als eigentlich die Tat war.

00:42:28: Dadurch hast du den genauen Tatzeitpunkt.

00:42:31: Und genau für diese Zeit hat Werder Brüne kein Alibi.

00:42:36: Gut, dass Gönni all die Sachen hat, ne?

00:42:37: Warum

00:42:38: könnte er die ja auch verstellt haben?

00:42:40: Man könnte ja auch.

00:42:44: Hast du schon mal eine Omega-Ur gesehen?

00:42:46: Das sind absolut all die Dinge.

00:42:49: Aber wenn

00:42:50: das Glas da gesprungen

00:42:51: ist?

00:42:51: Ja, das Glas sprengt nicht.

00:42:52: Aber die... Hast du das nicht gerade gesagt?

00:42:56: Das Glas

00:42:56: ist abgesprungen, aber das Glas selber splittert nicht.

00:42:58: Du kannst schon, das kann schon sein, dass man... Also

00:43:00: man kann da nicht drin rummachen.

00:43:01: Du

00:43:01: kannst die Uhr eigentlich nicht zerschlagen, aber wenn das Glas runterfällt, mein Gott, nur wie zum Teufel bist du gefallen, dass sich den Sekundenzeiger auch noch nach oben biegt?

00:43:11: Weißt du nicht, aber das ist bestimmt irgendwie möglich, oder?

00:43:17: Als Nächstes besucht man jetzt die Verdächtige zu Hause.

00:43:19: Man fragt, ob sie eine Schreibmaschine besitzt und sie verneint.

00:43:23: Behauptet nicht, auf Maschine schreiben zu können.

00:43:28: Streitet sie jegliche Beteiligung, am Mordfall Otto Braunhab.

00:43:30: Sie liefert sogar ein Alibi.

00:43:31: Sie war ja eigentlich im Auto, aber ein Befreundeter Zahnarzt hätte ihr die Lesebrille, die sie vergessen hatte, im Auto hinterhergefahren und da an einer Raststätte übergeben.

00:43:41: Da waren sie total weit weg schon von München.

00:43:43: Der Zahnarzt bestätigt das.

00:43:45: Aber ihre ganze Art ist im Beamtenverdächtig.

00:43:47: Die alleinerziehende, hübsche Frau mit den vielen Männerbekanntschaften, die macht die Polizisten höchst misstrauisch.

00:43:56: Mir kommt's vor, als hätten die direkt eine so, so eine, ja so einer ist alles zuzutrauen.

00:44:01: Einstellung mitgebracht.

00:44:02: Und man befragt die Nachbarn und jetzt macht man eine entscheidende Entdeckung.

00:44:06: Nämlich, dass einer der ehemaligen Untermieter eine Schreibmaschine besessen hätte.

00:44:12: Und sie finden den Mann.

00:44:13: Doch der hat die Maschine mittlerweile entsorgt.

00:44:17: Er sagt aber, Werder Brühner hat auf meiner Schreibmaschine geschrieben.

00:44:21: Ich hab sie gesehen.

00:44:22: Ich weiß, sie kann Schreibmaschine schreiben.

00:44:23: Sie hat vor allem einen Augen getan.

00:44:26: Und jetzt kommt der Rodatus mal auf eine gute Idee und er sagt, gibt's da noch Briefe, die sich mit der Maschine geschrieben haben?

00:44:32: Und er hat natürlich welche.

00:44:34: Und da ist das E.

00:44:35: Genau gleich.

00:44:36: Es ist zweifelsfrei sicher, dass der blaue Brief auf dieser Maschine geschrieben wurde.

00:44:43: Das ist bewiesen.

00:44:44: Das heißt, eigentlich müsste der Otto bei der Vera gewesen sein, als er den Brief geschrieben hat.

00:44:50: Obwohl das ja wiederum auch nicht geht, weil der ja die Maschine ja schon weg war.

00:44:56: Otto.

00:44:56: Hat den Brief nicht geschrieben, sondern wäre.

00:44:59: So wäre es.

00:45:00: Das ist die Version, die wir

00:45:01: jetzt haben.

00:45:01: Aber auch das geht ja nicht, wenn die Maschine schon links weg

00:45:03: ist.

00:45:03: Wieso, wer sagt denn, dass die damals schon weg war?

00:45:05: Die ist halt in dem Jahr verschworen.

00:45:06: Ach

00:45:06: so, es klang so, als ob das relativ zeitnah dann war.

00:45:09: Kann nicht, ich kann nicht sagen, wann sie verschworen ist.

00:45:10: Sie war weg, als die Polizisten sie geholt haben, aber nicht, als der Brief geschrieben wurde.

00:45:14: Sonst wäre es wirklich eine magische Schreibmaschine zu sie.

00:45:16: Verstehe, verstehe,

00:45:16: verstehe.

00:45:18: Jetzt wird es eng für wäre.

00:45:20: Man durchleuchtet ihr ganzes Umfeld und jetzt stößt man auf Johann Fairbach.

00:45:24: Und jetzt sind wir wieder in den neunzehnten Sechzigern.

00:45:26: Ein ehemaliger Deserteur, was damals nicht cool war.

00:45:31: Und ihr Lebensretter, zudem sie auch noch ein intimes Verhältnispflicht ist, hat die auch noch schläft mit dem Mann.

00:45:36: Und er wird verhört und er hat kein Alibi für den Tatzeitpunkt.

00:45:42: Der Dank dieser verflucht stehengebliebenen Uhr, ihr genau plötzlich zu beweisen ist.

00:45:48: Und erneut bohrt man bei dem Zahnarzt nach, man läuft dort noch mal ein, man sagt

00:45:52: Klasse Wortspiel.

00:45:53: Ist ja auch gefallen.

00:45:54: Danke.

00:45:56: Ob sie ihn betäubt haben?

00:45:57: Auf jeden Fall.

00:45:58: Da braucht er keine Betäubung.

00:46:00: Das geht so.

00:46:00: Ich bohr nur kurz.

00:46:03: Sind sie wirklich sicher, dass sie Werra Brüne die Lesebrille zu diesem Zeitpunkt übergeben haben?

00:46:08: Es geht um Mord.

00:46:11: Der Zahnarzt knickt ein.

00:46:13: Er hat für Werra gelogen, weil er sich nicht habe vorstellen können, dass sie in irgendwas verwickelt ist, aber länger könne er die Lüge nicht mit seinem gewissen Vereinbaren.

00:46:21: Und sie hat ihn bereits kurz nach dem Mord, also lange bevor die Ermittlungen begonnen haben, darum gebeten, dass er ihr dieses Alibi verschafft.

00:46:31: Das ist ja wirklich ein bisschen merkwürdig.

00:46:32: Sehr merkwürdig.

00:46:33: Und er hatte damals nicht gewusst, dass er als Täterin verdächtigt wird.

00:46:39: Jetzt reicht es den Ermittlern.

00:46:40: Fast eineinhalb Jahre nach der Tat ergeht der Haftbefehl gegen Werra Brüne.

00:46:44: Sie wird zu Hause abgeholt, die Tochter Sylvia ist fassungslos, die ist da, ich glaube, noch nicht mal zwanzig, steht plötzlich alleine da mit dem Haushalt und der Mutter, die gestern noch High Society, jetzt Mördermutter.

00:46:57: Einige Wochen später erst folgt der Haftbefehl gegen Johann Fairbach.

00:47:01: Gegen den hast du nichts in der Hand eigentlich, außer der hat halt was mit Werra Brüne zu tun und hat kein Alibi für den Tattag.

00:47:09: Und wieso soll der da jetzt mit drin hängen?

00:47:11: Weil sie glauben, dass der der reiche Typ ist, der da

00:47:14: vorbeikommen

00:47:15: wollte.

00:47:15: Und jetzt kommt's.

00:47:17: Der blaue Brief hat mehrere Anhaltspunkte.

00:47:22: Wenn du dich an den Text erinnerst.

00:47:23: Ja,

00:47:23: das war aufmerksam.

00:47:24: seltsam, dass er die Frau erwähnt hat.

00:47:27: Sehr seltsam.

00:47:27: Weil man denkt, sowas hat dann das jetzt damit zu tun.

00:47:29: Du bist stark.

00:47:30: Und auch auffällig, dass es gehießen hat.

00:47:33: Ein reicher Mann aus dem Rheinland.

00:47:35: Also auch noch, ne?

00:47:37: Woher kommt er?

00:47:37: Aus dem Rheinland, Johann Verbach.

00:47:39: Und jetzt kommt raus, dass er als Dr.

00:47:41: Schmitz einmal ein Auto gekauft hat.

00:47:44: In der Zeit, als der Satur und das und das und das, hat er den Dr.

00:47:46: Schmitz war ein seiner Aliasse.

00:47:51: Jetzt sieht es natürlich richtig fünster aus.

00:47:54: Aber all das reicht nicht wirklich, um den Sack zuzumachen.

00:47:57: Und jetzt spielt den Behörden Silvia die Tochter Wehrers in die Hände.

00:48:00: Die ist nämlich eng mit einem Boulevardreporter, befreundetes Namen, ich vergessen hab und nach, egal.

00:48:07: Und mit dem war sie jeden Tag unterwegs.

00:48:09: Und diese Zecke hat sich an sie rangewanzt in der Zeit.

00:48:12: Leine Mutter war auf die.

00:48:12: Oh Gott.

00:48:13: Ab dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, dann, eigentlich Pro-Werrer-Berühne-Artikel geschrieben.

00:48:31: Und die Zeitung war natürlich froh, irgendwas drucken zu können, was kein anderer hat.

00:48:35: Und irgendwann, nachdem aber so viele Details aus dem Leben der beiden erzählt wurden, eines Abends erzählt sie ihm, dass ihre Mutter ihr den Mord gestanden hätte.

00:48:50: Wenn du diese Beziehung ansiehst, du hast ein junges Mädchen, das plötzlich alleine da steht, dringt.

00:48:56: verzweifelt ist.

00:48:57: Und du hast auf der anderen Seite diese Zecke, die sagt, ich brauche noch ein bisschen was, gebe mir noch ein bisschen was, gebe mir noch ein bisschen was.

00:49:02: Das ist die Situation.

00:49:04: Der druckt die Story natürlich und Sylvia wird erneut verhört.

00:49:07: Sie erzählt, ihre Mutter hätte ihr nachts im Bett erzählt, wie sie den Mordplan geschmiedet und wie Johann Verbach die Morde für sie begangen hätte.

00:49:15: Also die Tochter liefert das Geständnis von Vera Brüne sozusagen.

00:49:21: Sie geht jetzt auch auf den blauen Brief ein und gibt als Motiv das Erbe des spanischen Besitzes an.

00:49:26: Eigentlich eins zu eins des, was die ja mittlerweile gerne hören wollten.

00:49:29: Jackpot.

00:49:31: Silvia ist zu der Zeit nervlich komplett am Ende.

00:49:34: Sie ist allein und... Der Reporter hat sie beinahe genötig täglich, gib mir was, gib mir was, gib mir was, wie du hast nix, gib mir was.

00:49:41: Und sie hat auch Angst, sie mochte natürlich auch, du hast ein junges Mädchen, sie war jetzt plötzlich der Star.

00:49:46: Und sie ist die schöne Tochter der eiskalten Killerin, verangezeichnet, den Nagel im Sack der beiden angeklagten bildet, aber wie so oft, was, was wir in den Folgen immer wieder haben und zwar... Der sitzt wegen Betrug in der gleichen Anstalt wie Fehrbach.

00:50:07: Und das Siegfried Schramm.

00:50:10: Wir bleiben bei Schramm.

00:50:11: Die Beamten haben den beiden erlaubt gemeinsam auf Fehrbachs zelle Schacht zu spielen.

00:50:15: Anscheinend waren die Leute dann noch wirklich mehr getrennt.

00:50:17: Ich meine es war auch noch Zuchthauscharakter.

00:50:19: Aber die beiden durften aus mysteriösen Umständen zusammenhängen.

00:50:22: Und bei einer dieser Gelegenheiten hat Fehrbach Wenn man dem mehrfach vorbestraften Betrüger Schramm glauben darf, die Tat gestanden.

00:50:32: Schramm meldet sich umgehend bei der Anstaatsleitung und macht bei der herbeigerufenen Polizei eine Aussage.

00:50:38: Kurz darauf wird er aus der Haft entlassen.

00:50:40: Die Staatsanwaltschaft sagt, da gab es kein Deal, das hat nichts miteinander zu tun.

00:50:44: Es gab keine Belohnung für die Aussage, ist alles zufalt.

00:50:46: Die Entlassung hätte nichts damit zu tun.

00:50:49: Und Schramm nennt ganz, ganz schrecklich blutige Details, die später als Täterwissen verkauft werden, aber ganz ehrlich, meiner Meinung nach war da nichts dabei, was man nicht hätte aus der Polizeiakte schließen können.

00:51:00: Das einfach so zu wissen, aus den Medien unwahrscheinlich, aber wenn du die Polizeiakte dazu hast, sehr wahrscheinlich.

00:51:07: Und dazu hätte ihnen nur jemand diese Akte geben müssen.

00:51:11: Ob wir so weit gehen wollen, dass wir glauben, dass sowas passiert?

00:51:14: Aber es kann ja auch sein, kannte denn Johann Fairbach nicht seine Akte?

00:51:19: Der könnte das doch noch etwas so erzählt haben.

00:51:22: Was da

00:51:22: passiert ist, genau da, das haben sie mit ihm, können die genau sehen.

00:51:24: Was sie vorwerfen und ob es...

00:51:26: Heute bist du auf Zack, Colombo, Alter.

00:51:28: Wahnsinn.

00:51:29: Ziggy, die Zack.

00:51:30: Ziggy,

00:51:30: die Zack.

00:51:30: Mord ist ihr Hobby.

00:51:34: Ich sage aber tatsächlich, du, warum soll man, wenn man ihn schon alleine in die Zelle sperrt mit dem anderen, wieso soll man ihm nicht auch noch Infos geben?

00:51:42: Das muss ja nicht mal böse Wille sein.

00:51:44: Man kann sogar sagen, nur wenn du alles weißt, kannst du vielleicht die richtigen Fragen stellen, die den anderen dazu bringen zu reden.

00:51:50: So im Sinne, wenn du weißt, zwischen dem ersten und dem zweiten Schuss ist Zeit vergangen, weil das haben sie nämlich feststellen können, dann weißt du auch, in dem Zeit hat es Opfer, Geräusche gemacht, vielleicht gebettelt, gegurgelt, whatever, etwas Schreckliches.

00:52:04: Und wenn du darauf zielst, kriegst du den Täter vielleicht leichter zu reden, indem du sagst vielleicht selber, ich war mal was dabei, ich habe was gesehen, es war so schrecklich damals.

00:52:12: Hoffst du, dass der andere darauf einsteigt?

00:52:13: Genau,

00:52:13: deswegen, das ist... Cops machen sowas.

00:52:15: Das ist nicht mal böser Wille im Sinne von, ja, das verwendet der dann, um uns ein falsches Geständnis zu ihm.

00:52:19: Muss nicht mal sein.

00:52:21: Als die Verhandlung jetzt beginnt, ist die öffentliche Meinung klar.

00:52:25: Wir brauchen es nur jetzt.

00:52:26: Stelle vor, eine mit... ...hundert-achtzig oder zweihunderttausend Insta-Followern legt irgendwie ihren... ...fünfzigjährigen Geliebnamen.

00:52:34: Uff, das ist die Hölle los.

00:52:36: Die Zeitungen titeln Luxus, Laster, Lügen.

00:52:39: Und es ist ein Beispiellosersitten-Skandal.

00:52:42: Vor dem Gerichtssaal versammeln...

00:52:43: Natürlich, weil es

00:52:44: eine Frau ist.

00:52:45: Klar.

00:52:45: Pass aber jetzt.

00:52:46: Jetzt kommt's.

00:52:47: Und weil es eine Frau ist.

00:52:48: Vor dem Gerichtssaal versammeln sich hundert Schaulustige, die da rein wollen.

00:52:51: Das ist wirklich wie so... Die drängeln sich alle.

00:52:53: Na, hab ich auch gesehen.

00:52:54: Ein Typ kommt einfach von der Seite und klettert vorne über die Absperrung und steht dann ganz vorne so.

00:52:57: Alle so.

00:52:58: Aber dann sind sie übernusser.

00:53:00: Alle wollen einen Blick auf die schöne Mörderin werfen.

00:53:03: Die Reporter befragen die umherstehenden und besonders die Frauen.

00:53:07: Lassen kein gutes Haar an.

00:53:09: der Deutsche Wieterschlampe, wie man die Vera Brüne nun nennt.

00:53:13: Die Deutsche Wieterschlampe.

00:53:14: Die

00:53:14: Deutsche Wieterschlampe.

00:53:16: Wow.

00:53:16: Und einen Blumenfrau schreit aufgeregt von der Seite rein, aufkenkt, kürzt.

00:53:21: Wow.

00:53:22: Jo, die Stimmung war verherrnd und die Männer waren eher so... Die Frauen fanden sie mega scheiße.

00:53:31: Jetzt haben wir wieder alles, was nicht gut ist, wenn es da rumgeht.

00:53:33: Ach, wie schön findest du die eigentlich?

00:53:34: Ich find, ich hab Bilder von der.

00:53:36: Ja, zeig mal.

00:53:38: Da waren da keine Bilder hier drin.

00:53:39: Ach doch.

00:53:41: Buch ohne Bilder, kann ja überhaupt nicht sein.

00:53:43: Hier, warte mal, da gibt's ein Bild, da weiß ich schon.

00:53:45: Hier sind nämlich die ganz Milch, das ist ein ziemlich gutes Bild.

00:53:48: Also hier, ab da kann man die so

00:53:49: ein bisschen sehen.

00:53:49: Von De Vera.

00:53:49: Von De Vera.

00:53:50: Und die war wirklich eine sehr, sehr große Frau, wie man sieht.

00:53:53: Oh, aber die ist doch auch da schon älter, als ich sie mir vorgestellt

00:53:55: habe.

00:53:56: Die ist Anfang Fünfzig.

00:53:57: Aber

00:53:57: sehr attraktiv, ne?

00:53:58: Sehr

00:53:58: ist eine tolle Frau.

00:54:00: Sehr, sehr attraktiv.

00:54:01: Ich könnte auch so eine Hollywood-Schauspielerin sein.

00:54:02: Ich fand

00:54:03: auch, es ist eine sehr, sehr schöne Frau und hat eine Ausstrahlung auch.

00:54:08: Und ich meine, da steht sie gerade bei dem Mordprozess und kommt gerade aus dem Knast.

00:54:11: Also die ist im Knast.

00:54:12: Sieht

00:54:12: sehr gepflegt aus.

00:54:13: Genau,

00:54:13: obwohl sie schon im Knast sitzt.

00:54:15: Jetzt stellen wir vor, wie die auf einer Party abends gewirkt hat.

00:54:18: Sieht

00:54:18: aus wie so einer Grande Damm.

00:54:19: Ja,

00:54:20: genau.

00:54:23: Und jetzt haben wir aber trotzdem alles, was nicht gut ist, wenn es darum geht, die Wahrheit zu finden.

00:54:28: Wir haben... Die Wüten der Öffentlichkeit.

00:54:31: Wir haben die Polizei, die nur in eine Richtung ermittelt.

00:54:33: Wir haben Angeklagte, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen.

00:54:37: Und wir haben ein prominentes Opfer.

00:54:39: Das ist der Cocktail.

00:54:40: Das haben wir jetzt in allen Folgen.

00:54:42: Wenn das so ist, dann hast du kaum noch eine Chance.

00:54:45: Werder Brüne und Johann Pferbach sind so gut wie erledigt.

00:54:48: Machen wir uns nichts vor.

00:54:49: Eine letzte Chance gibt es noch.

00:54:51: Nämlich, dass die Anwältes schaffen, die Zeugenaussagen vor Gericht.

00:54:55: zu widerlegen.

00:54:55: Weil mehr ist nicht da eigentlich.

00:54:57: Weißt du so, dieser blaue Brief ist es.

00:54:58: Der ist eigentlich das blaue Brief gefälschtes Alibi.

00:55:03: Und

00:55:04: gutes Motiv.

00:55:05: Trotzdem sind die Zeugen aussagen, das was wirklich wirklich tödlich ist.

00:55:10: Bei der Gefängnisrate Schramm hoffen sie vergebens.

00:55:13: Die können, dem Verteidiger können dem nachweisen, dass er ein notorischer Lügner ist, hat schon alle Arten von Betrug begangen, gibt sich immer als jemand anders aus, hat mehr als Arzt praktiziert, obwohl er keine Dinge hat.

00:55:24: was sich am überzeugendsten finde, ist, dass andere Häftlinge bestätigt haben, dass Johann Fairbach wusste, dass Schramm eine Gefängnisratte ist.

00:55:33: Also die anderen haben gesagt so, ey, du spielst mit dem Schach vor sich, und eher selber, ja, ja, ich weiß schon, ich bin nicht blödhaltig.

00:55:38: Ah, okay.

00:55:39: Der versucht nicht auszuheuchen.

00:55:40: Also ist das eigentlich klar?

00:55:42: So, trotzdem bleibt Schramm bei seiner Version und es wird ihm auch geglaubt.

00:55:46: Aber Silvia ist ja schon sehr glaubt.

00:55:47: Silvia

00:55:48: ist ein richtiges Brett, sie ist die Starzeugin.

00:55:50: Und... Die Zeitungen haben sich nicht eingekriegt zu schreiben, wie sehr sie ihrer Mutter in Schönheit in nichts nachsteht.

00:55:56: und so die schöne Tochter, die ganze Stadt steht kopf.

00:56:00: Jeder will in den Gerichtssaal so tumultartige Zustände, jeder will sehen, wie eine Tochter ihre Mutter des Bordes bezichtigt.

00:56:07: Das ist Hammer.

00:56:08: Doch es kommt anders.

00:56:09: Schau mal, heute schauen wir zu bei Johnny Depp und stellen mal vor, das hätten wir sehen können.

00:56:12: Das ist jeder so, guck mal an.

00:56:14: Silvia setzt sich und behauptet im Zeugenstand unter Eid, dass sie beim polizeilichen Verhör gelogen hat.

00:56:21: Sie gibt an, unter so hohem emotionalen Stress gestanden zu haben, dass sie nicht mehr wusste, was sie sagte und dass sie nur noch gesagt hat, was Leute von ihr hören wollten.

00:56:30: Aber das ist ja schon hart.

00:56:31: Man weiß doch schon, dass man seine Mutter da gerade in richtige Probleme stürzt.

00:56:35: Die Frage

00:56:35: ist, ob es passieren kann.

00:56:38: Dass man so durch ist, dass man das sagt?

00:56:41: Ich glaube, das kannst du besser wissen.

00:56:42: Ich

00:56:42: würde sagen, es ist möglich.

00:56:44: Also ich würde sagen, es ist tatsächlich möglich.

00:56:47: Sie ist sehr, sehr jung.

00:56:48: Sie ist allein.

00:56:53: Vielleicht hat mir sogar die Schuld eingeredet, dass sie da haben andere gesagt, schau mal, ist doch eindeutig.

00:56:58: Also ich kann es mir vorstellen.

00:57:02: Vor allem, wir müssen ja aber auch sehen, was sie vor Gericht sagt.

00:57:04: Und vor Gericht sagt sie, nein.

00:57:06: Die Richter glauben mir nicht.

00:57:07: Und das Urteil gegen die lebe Dame und ihr, wie sie genannt haben, höheren, voll Sträker lautet, schuldig.

00:57:16: Jetzt kommt ein Moment, der Werra Brünes Prozess unsterblich macht.

00:57:20: Sie richtet sich nämlich auf und ruft mit der Stick der Stimme.

00:57:25: Ich bin noch bitte unschuldig, bevor sie ihre Stirn auf die Anlagebank schlägt.

00:57:31: Ja, hier oben ist auch ein Bild dran.

00:57:33: Da sieht sie richtig fertig mit dem Lärm von.

00:57:36: Ich finde

00:57:36: auch die Intonation davon.

00:57:38: Ich bin noch bitte unschuldig.

00:57:40: Ich finde, es ist auch, also es ist ein ungewöhnlicher Spruch so.

00:57:44: Ja, finde ich auch.

00:57:45: Werbach eilt jetzt zu ihr, rennt an allen vorbei irgendwie und tröstet sie, bis die beiden getrennt werden.

00:57:52: Das Urteil?

00:57:53: für beide angeklagte Lebenslängliche.

00:57:56: Johann Ferbach stirbt acht Jahre später in der Justizverzugsanstatt Straubing, in der ich gesessen habe.

00:58:03: Vera Brüne sitzt die nächsten achtzehn Jahre in Haft.

00:58:06: Die meiste Zeit davon in der JV Eichach.

00:58:09: Auch spannend, weil da saßen meine damaligen Mithäter eben fünfzig Jahre später, aber auch in dieser JV.

00:58:14: Und man kann auch mitgeben, Johann Ferbach war wirklich ein stiller Mann während des Prozesses.

00:58:20: Aber es gab Momente, wo er aufgestanden ist und geschrien hat.

00:58:22: Das kann doch nicht wahr sein.

00:58:23: Also er hat Alle Arten durchgemacht von Emotionen, so während dem Prozess, weil ich mich oft denke, wie, Alter, wenn du nicht schuldig bist, mal schrei wenigstens einmal so, und der hat das getan.

00:58:34: Ich würde jetzt gerne deine Einschätzung zum Fall hören.

00:58:37: Ich kann dir ein paar Stichwürde zeigen.

00:58:39: Also, schramm, glaube ich, null.

00:58:43: Silvia, würde ich sagen, na ja, kann man, kann man nicht.

00:58:47: Könnte ich mir aber auch vorstellen, dass sie da einfach sich nur wichtig tun wollte oder verwirrt war oder... finde ich jetzt ein bisschen schwierig, aber das würde ich auch noch glauben.

00:58:54: Ich finde aber, dass mit dem Brief ... Warte,

00:58:56: Sprechstundenhilfe?

00:58:58: Die Renate.

00:58:59: Die Renate Meier.

00:59:00: Ja, da.

00:59:02: Das für mich jetzt nicht so ein starker Beweis, ehrlich gesagt.

00:59:05: Aber ich finde, der Brief, der toppt halt alles.

00:59:07: Also der Brief, dass der von der Schreibmaschine ist, die bei ihr gefunden wurde.

00:59:13: Und dann auch noch der Rheinländer, dass dieser ulkige Text darauf ... Das finde ich schon sehr, sehr ...

00:59:20: Verdächtig?

00:59:20: Verdächtig plus, dass auch noch das Motiv passen würde.

00:59:24: Also ich muss sagen, ich kann es mir vorstellen.

00:59:26: Pass

00:59:26: auf, das Ding ist, mit dem Brief, da müssen wir wirklich kurz zu überreden.

00:59:29: Denn das, was du jetzt als Verdächtig bezeichnest, würde.

00:59:34: in meinem Gehirn kommt sofort Fakt, es ist genauso würdest du es machen, wenn du jemanden beschuldigen willst.

00:59:40: Weil wenn sie diesen Brief geschrieben hat, wieso verweist sie auf sich selbst?

00:59:44: Wir lesen ihn noch ein letztes Mal.

00:59:47: Liebe Friedl, der Überbringer dieses Briefes ist Herr Dr.

00:59:50: Schmitz aus dem Rheinland.

00:59:52: Hier schon.

00:59:53: Wieso?

00:59:54: Wieso nicht Herr Dr.

00:59:55: Schmitz?

00:59:55: Wieso Rheinland?

00:59:56: Damit wir wissen, es ist Johann Fairbach.

00:59:59: Er ist ein sehr wichtiger Mann hier in Spanien.

01:00:01: Dann zeig ihm alles.

01:00:03: Er hat übrigens eine großartige Idee für den unteren Raum.

01:00:06: Also auch noch, wo du erschossen werden wirst.

01:00:10: diesem Keller erschossen wurde.

01:00:11: Und als nächstes Herr Dr.

01:00:13: Schmitz hat übrigens eine sehr nette Frau, die ihn auf allen Reisen begleitet und die dir gefallen wird.

01:00:18: Wieso?

01:00:19: Wieso?

01:00:20: Und jetzt ist die Frage, wenn du den Brief schreibst als Täter und dir denkst, okay, mit dem Brief will ich einlass in das Haus.

01:00:27: Wegen mir das noch mit dem Keller, wenn du sagst, ich will die einen im Keller erschießen.

01:00:31: Aber wieso Rheinland?

01:00:33: Wieso auch, okay, den Namen, wieso den Namen, den du schon mal genommen hast?

01:00:36: Wieso nicht einen Namen, den du noch nie verwendet

01:00:38: hast?

01:00:39: Und als gute Letzt, wieso ziehst du dich selber noch mit rein?

01:00:44: Es gibt keinen Grund, es gibt keinen Grund zu sagen, der hat eine Frau dabei.

01:00:48: Na ja, doch, das finde ich ja nicht schon, weil...

01:00:51: Wenn du dir Täter bist.

01:00:52: Na ja, nee, aber ich hätte gedacht, dass man da natürlich besser Eintritt bekommt.

01:00:56: Aber

01:00:56: du willst gar nicht ins Haus.

01:00:58: Warum sollte ich mit ins Haus?

01:00:59: Ich will ja nicht rein.

01:00:59: Ach

01:01:01: schon, die war ja gar nicht mit dabei.

01:01:02: Angeblich.

01:01:04: Wenn sie die tit, warum sollte sie...

01:01:06: Stimmt, stimmt, stimmt, stimmt, stimmt.

01:01:08: Weißt du, ich mein, warum sollte sie mit hin?

01:01:10: Erstens, warum mit hin?

01:01:11: Okay, sagen wir, es gibt irgendwie... Warum schreibst du das in diesen Brief?

01:01:15: Und wieso vergisst du diesen Brief dann?

01:01:17: Ja,

01:01:18: das stimmt.

01:01:19: Der Fall ist, dass man ihn nicht vergessen.

01:01:20: Die haben dann gesagt, er war so aufgeschramt, hat dann in seiner Auszeige gesagt, er hat mir erzählt, warum er den Brief vergessen hat.

01:01:26: Er war so durcheinander davon, wie der Ander gegurgelt hat und langsam gestorben ist.

01:01:31: Das fand er so schrecklich, dass er dann aus dem Haus gerannt ist.

01:01:33: Dabei hat er vergessen, dass er ihm die Waffe noch in die Hand legen musste.

01:01:37: Weil sonst sieht es ja nicht wie ein Selbstmodus.

01:01:39: Also du erschießt ihn, danach bist du so cool, dass du die Waffe in die Hand des Toten legst.

01:01:43: Du fass die Leiche an, du legst ihm diese Waffe rein und dann bist du so durcheinander, dass du den Brief vergisst.

01:01:49: Na und vor allem, das ist ja das Wichtigste eigentlich an dem Ganzen.

01:01:51: Das ist das Wichtigste,

01:01:51: das ist von Anfang an das

01:01:52: Klasse.

01:01:52: Das heißt, das ist eigentlich auch wahrscheinlich, wer das?

01:01:55: der Vormieter von Frau Vera Dingsbums, der mit ihr meine Affäre hatte und dann wahrscheinlich Süden war.

01:02:00: Ich gebe

01:02:00: dir noch was.

01:02:01: Otto Braun hatte einen Schlüssel für Werra Brünnes Wohnung in München.

01:02:06: Und dieser Schlüssel

01:02:08: ist

01:02:08: nie wieder gefunden worden.

01:02:10: Dieser Schlüssel ist bis heute verschollen.

01:02:13: Wer hat Zugang auf die Waffe?

01:02:15: Weil die Waffe musst du ihm ja auch irgendwie weggenommen haben.

01:02:17: Die Waffe hat er manchmal im Handschuhfach im Auto gehabt, wenn irgendetwas war.

01:02:20: Da sieht manchmal aus aus den Sack-Hurraus und hat sie ins Handschuhfach im Auto.

01:02:23: Wer hat Zugang für die Waffe?

01:02:24: Wer hat Zugang für diesen Schlüssel?

01:02:26: Wer hat ein Interesse daran, dass es aussieht, als wäre es Brüne?

01:02:30: Und jetzt zu guter Letzt.

01:02:32: Woher weiß Gönni, dass wenn wir die Leichen exhumieren?

01:02:36: Wir rausfinden, dass es kein Selbstmord war.

01:02:40: Weißt du, ich mein?

01:02:41: Das ist ja auch schon eine ungewöhnliche Sache zu sagen.

01:02:44: Voll.

01:02:44: Da hab ich mich schon darüber gewundert, dass er ziemlich glück ist.

01:02:47: Ja, ziemlich groß glück.

01:02:49: Wir haben ja Selbstmord.

01:02:50: Man muss dazu sagen, dass die niemals Bärdingen hätten.

01:02:53: Das zeigt ein bisschen, wie viele Frauen damals wert waren.

01:02:55: Weil es hat einen Mord stattgefunden.

01:02:57: Egal, wie oder was, nur weil er sich selbst erschossen hat, hat er immer noch die andere umgebracht.

01:03:01: Es ist vermutlich selbstmord, wie zieht sich ja nur auf Otto Braun.

01:03:05: Wie wär's, wenn wir noch mal drüber reden, dass Alfreda erschossen wird und wenn ein Mord stattgefunden hat, muss eine Optuzion stattfinden.

01:03:11: So, aber überhalsch.

01:03:13: Ja, man muss das wissen und dann...

01:03:14: Genau, ja, aber du

01:03:15: musst die, du musst.

01:03:17: Und ich kann nicht hier sagen, dass ich denke oder dass ich weiß oder whatever, dass Günther Braun was damit zu tun hat.

01:03:26: Ich weiß nur, dass für Werra Brüne... Dieser Grundbesitz in Spanien, nicht annähernd so attraktiv gewesen wäre, wie die Leute alle immer tun, weil umgerechnet hätte sie zweihunderttausend Euro, oder zweihunderttausend Euro, glaube ich, wenn man es jetzt umrechnet, Erbschaftssteuer bezahlen müssen innerhalb sehr kurzer Zeit.

01:03:43: Die musst du erst mal aufbringen.

01:03:44: Das gleiche gilt übrigens für Günther Braun, der eine sehr hohe Erbschaftssteuer hätte bezahlen müssen für die Objekte in München, inklusive der Praxis, inklusive Dingen.

01:03:53: Diese Erbschaftssteuer hätte er von der Versicherung, Lebensversicherung bezahlen können, die Lebensversicherung bezahlt aber nicht, wenn jemand einen Mord begeht.

01:04:03: Und deswegen diese Exhumierung so.

01:04:05: Aber woher wusste er, dass dann rauskommt?

01:04:08: Ja, es war kein Selbstmordmord, sondern es war Mordmord.

01:04:11: Und das zusammen mit Erschießt den Hund, lässt mit diesen Typen

01:04:16: so unglaublich konzentriert werden.

01:04:18: Und dass er auch

01:04:19: so kühl reagiert hat.

01:04:19: Baller mal den Hund weg, weil der Hund ist sozusagen, weißt du, was der Hund ist?

01:04:24: Das klingt zwar jetzt blöd, aber der Hund ist der einzige Zeuge.

01:04:27: Weißt du, ich meine, das ist so ein bisschen so.

01:04:28: der Hund weiß, was wir, also der kann zwar das niemanden sagen, aber das ist so ein bisschen, wir machen jetzt den Sack zu.

01:04:35: Ich weiß doch, dass dieser Hund weiß, wer der Täter ist, selbst wenn ich keine Hunde mag.

01:04:38: Der Hund war dabei.

01:04:40: Den lasse ich doch nicht am selben Abend erschießen, Alter.

01:04:43: Ich hoffe, im Kopf so vielleicht... Ja, das

01:04:44: ist das Letzte, was ich von meinem Vater habe.

01:04:46: Das ist

01:04:46: das Letzte.

01:04:47: Das ist, der weiß, weil der, der, wer auch immer ihn in dieses Zimmer eingesperrt hat, ist der Täter.

01:04:52: So.

01:04:53: Und selbst wenn ich an dem Abend noch einen Selbstmord glaube, an den ich ja dann ein paar Wochen später komisch als er nicht mehr geglaubt habe, weiß ich nicht

01:04:59: mehr.

01:04:59: Darf ich mal noch eine Sache fragen?

01:05:00: Fuck.

01:05:02: Dass Ali Bideson ist, wurde nie überprüft.

01:05:05: Aha, sehr merkwürdig.

01:05:07: Was ich noch nicht so ganz checke, warum dieser Brief geschrieben wurde... Wenn Otto Braun doch anscheinend zu dem Zeitpunkt, als die Gäste eingetroffen sind, ja auch zu Hause war selber.

01:05:18: War er nicht.

01:05:18: Der ist aber danach erst gekommen.

01:05:20: Erst wurde Alfredo Klo erschossen und Otto Braun wurde später sozusagen beim Reinkommen erschossen.

01:05:24: Der trug ja auch noch seinen Anzug und seinen Hut.

01:05:27: Das spricht auch komplett gegen Selbstmord.

01:05:29: Alter, ich sehe einen Typen, der mit seinem Hut sich in den Kopf schießt oder was.

01:05:32: Also, ich begehe jetzt Selbstmord.

01:05:34: Da kann ich schon mal mein Hut anständig irgendwo hinlegen vor.

01:05:36: Den lasse ich noch nicht auf.

01:05:38: Weißt du, der Selbstmord hätte von Anfang an ausgeschlossen.

01:05:41: Das Ding ist so ein bisschen... Es gibt eine Riesenverschwörungstheorie hinsichtlich der Waffen, dass man sagt, dass es ein Mord, der geplant wurde, um Autoprauen beiseitigen zu lassen und dass irgendein Killerkommando sozusagen dieses ganze Ding geplant hat.

01:05:55: Warum?

01:05:56: Du, wenn du Waffenhandel machst und Geld klaust und ein Gangster bist und ich meine, er hat eine Knarre dabei.

01:06:02: Jeder, der eine Knarre dabei hat.

01:06:03: Also klar war es nach dem zweiten wirklich.

01:06:05: Trotzdem hatte nicht jeder eine Knarre einstecken.

01:06:07: Wenn du eine Knarre einstecken hast, hast du Feinde normalerweise.

01:06:09: Das ist ganz klar.

01:06:11: Zusammenhang so, als Privatperson eine Waffe zu tragen, heißt irgendwas stimmt nicht in deinem Leben.

01:06:16: Und es gibt Verbindungen zu Franz Josef Strauß in Waffenschiebereien, Dinge aus der Politik, die dann verdächtig geworden werden.

01:06:24: Aber das ist alles so, es ist viel höher, sagen kann kein Mensch beweisen.

01:06:28: Die Leute stützen da ganz viel darauf, dass schließlich Werder Brühne nach achtzehn Jahren von Franz Josef Strauß begnadet wurde.

01:06:37: Persönlich.

01:06:38: Das ist aber auch ein bisschen überinterpretiert.

01:06:39: Ich weiß nicht genau, wie es damals war.

01:06:41: Lebensländliche werden heute auch immer noch vom Justizministerium begnadet, am Ende.

01:06:45: Und mein Gott, achtzehn Jahre sind jetzt auch kein Klacks.

01:06:49: Das klingt jetzt nicht so wie, ey, du ... Also, diese Leute sagen, Werder Brüne weiß, was da passiert ist und so.

01:06:54: Und um ... mein Gott, dann hättest du sie entweder auch umgebracht oder lässt sie für immer sitzen oder nicht.

01:06:58: achtzehn Jahre.

01:06:59: Das ist so lang sitzt du halt von den Mord.

01:07:01: So lang sitzt ... das ist der Durchschnitt.

01:07:03: Was daran auch wieder auffällig ist, sie hat danach keine Interviews gegeben.

01:07:06: Sie hat einmal gesprochen, schon viel, viel später.

01:07:08: Sie hat aber erst mal, es erschien wirklich ein bisschen so, als hätte diese Frauen mal Kopf drauf bekommen, im Sinne von, wir wollen nichts mehr über diesen Fall hören.

01:07:17: Das ist natürlich, geht immer Raum für Versperrungstheorien.

01:07:20: Sie hat Zeit ihres Lebens, ihre Unschuld betont und sie stirbt tatsächlich erst in den Jahr two-tausend-eins mit einundneunzig Jahren.

01:07:28: Und wie ging's dir da?

01:07:30: Sie hat immer noch die Münchner Wohnung besessen.

01:07:33: Das ist auch was, was die Verschwörungstheorien so ein bisschen befördert.

01:07:36: Sie hatte teilweise über hunderttausend Euro auf verschiedenen Konten von unbekannten Spendern, die diesen Verteidigungsvorgefüllt haben.

01:07:44: Sie ging es in Haftgut finanziell und so weiter.

01:07:46: Sie hat ihre Wohnung nicht verloren.

01:07:48: Normal, wenn du ein Mordprozess hast, ist alles weg, was du hast.

01:07:50: Das bei ihr alles nicht passiert.

01:07:52: Da würde ich aber nicht zu viel drauf geben, weil ... Wenn wir heute in dieser ein bisschen offeneren Gesellschaft gucken, es gibt Frauen, die halten sich bezahlt Sklaven.

01:08:00: Einfach, die bezahlen denen alles, weil Männer Geldsklaven.

01:08:03: Und das haben wir mittlerweile bei jedem großen Mordprozess, bei dem eine Frau die Anklage ist, dass da Typen ums Eck kommen und sagen, ich bezahle den Anwalt.

01:08:10: Und sie war eine tolle Frau.

01:08:12: Und deswegen würde ich da nichts verschwörungstechnisch drauf geben, sondern einfach, es kann einfach sein, dass Männer der Geld geschickt haben.

01:08:19: Und wenn du zehnfache Millionär bist, dann ist dir egal, ob du der hunderttausend Euro gibst oder nicht.

01:08:24: was ich noch krass fand.

01:08:25: Und es ist jetzt komplett Unsinn eigentlich, aber es ist irgendwie, hat es mich kurz geschüttelt, ihre Tochter ist sehr jung gestorben.

01:08:33: Weißt du an was?

01:08:34: Zungenkrebs.

01:08:35: Ach Gott.

01:08:36: Ist

01:08:36: es nicht weird?

01:08:37: Ja.

01:08:38: Hast du auch gesehen, auch gleich eine Gänsehaut?

01:08:40: Ja, voll.

01:08:40: Dass du diese Zunge, mit der du das gesagt hast,

01:08:44: mit

01:08:44: der du deine Mutter lebenslänig in den Knast springst, sorgt dafür, dass du mit irgendwie, forty-eight stürbst?

01:08:49: Traurig.

01:08:50: Sau traurig, seltsam.

01:08:53: Ich habe Podcast gehört von Gerichtsreportern, die dieses Urteil stützen, die dem Prozess stützen, die sagen, wäre Brünnes schuldig.

01:09:00: Sorry, Leute.

01:09:02: Ich finde diese Formulierung in diesem Brief so auffällig fast, als würdest du jemanden, die Handschuhe, die Knarre und die GPS-Daten vom Tatort bei jemandem zu Hause finden, dann würde ich misstrauisch werden.

01:09:14: Dann würde ich sagen, das ist eine Beweislast, die ist so groß, die klingt einfach, als wäre es mir hingelegt.

01:09:19: Stimmt.

01:09:22: Unten zu allerletzt.

01:09:24: Jetzt nochmal ganz was an.

01:09:25: Eine Omega kriegst du so nicht kaputt, halt.

01:09:27: Die haben, das haben auch Leute getestet, ich will's nicht Werbung verurren, aber das ist eine der teuersten Urinnen, die sind gemacht.

01:09:32: Wie willst du denn umfahren?

01:09:33: Der müsste ja so umgefallen sein.

01:09:35: und dann mit dem Arm, weißt du, ich mein, dann musst du mit einem Hammer draufschlagen, dass das Ding auseinander fällt.

01:09:40: Kannst du aus dem Ohr raus schmeißen.

01:09:42: Und dann biegt sich noch der Zeiger so um, dass du die Tatzeit hast.

01:09:47: Alter, sorry, du kannst in der Omega... Eine Million mal kannst du eine Uhr am Boden schmeißen und das passiert nur einmal davon.

01:09:53: Aber es kann natürlich dieses eine Mal gewesen sein.

01:09:55: Aber für mich, das ist der stinkigste Fall von den allen, die wir hatten, beziehungsweise bis auf das West Memphis Tree, wo wir es wussten, hier meiner Meinung nach unschuldig.

01:10:06: Interessant.

01:10:07: Fand es dir gut?

01:10:08: Ja, interessant.

01:10:09: Aber wir wissen es natürlich nach wie vor nicht.

01:10:11: Aber sie sagt bis zum Ende.

01:10:12: Sie sagt bis zum Ende unschuldig.

01:10:13: Johann Ferbach ist im Knast gestorben.

01:10:15: Alle, die es wissen, sind eh tot.

01:10:17: Traurig.

01:10:19: Vor allem für Elfriede Klo irgendwie.

01:10:20: Die hat er wahrscheinlich mit gar nichts von gar nichts zu tun.

01:10:23: Voll.

01:10:25: Gut, ihr

01:10:25: Lieben.

01:10:26: Ich hoffe, das hat Spaß gemacht.

01:10:27: Das ist ja so ein bisschen Krimi-Krimi-Fall.

01:10:29: Da kann jeder sich jetzt ein bisschen pusseln.

01:10:31: Fandst du

01:10:31: gut?

01:10:31: Das wird eine meiner Lieblingsstaffeln.

01:10:32: Ja?

01:10:32: Ja.

01:10:34: Geil.

01:10:34: Geil.

01:10:35: Das ist toll gemacht.

01:10:35: Ich danke dir von Herrn.

01:10:36: Ich weiß noch gar nicht, was nächstes Mal da an ist.

01:10:38: Ich muss... Ich hab mich noch nicht entschieden.

01:10:41: Und jetzt muss ich zum Zug rennen.

01:10:43: Spannend!

01:10:43: Tschüss!

01:10:46: Das war Pollux.

01:10:47: Unschuldig im Knast.

01:10:49: Der True Criminal Podcast mit Maximilian Pollux und Claudia Kamid.

01:10:53: Mehr Infos zum Maximilian Pollux findet ihr auf sichtweisen.ev.

01:10:57: Pollux, unschuldig im Knast, ein Podcast von Podimo produziert von Auf die Ohren.

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